„Wir haben 2023, nicht 1953“: Future-Aktivisten planen Aktion in Wolfratshausen

Wolfratshausen beteiligt sich an einer deutschlandweiten Protestaktion. Beim „Kidical Mass“ am 6. Mai machen sich Familien für mehr Rad-Sicherheit stark.
Wolfratshausen – Kinder, die auf der Straße spielen – ohne dröhnenden Verkehr und gefährliche Autos. Bei der „Kidical Mass“ am Samstag, 6. Mai, können die jungen Protestler frei Schnauze mit Kreide die Wolfratshauser Marktstraße aufhübschen. Die Demo soll laut den Initiatoren, die Wor-for-Future-Bewegung, einen größeren Zweck erfüllen, als nur nette Kinder-Kunstwerke auf der B11 zu schaffen.
Demo für mehr Sicherheit: Future-Aktivisten planen Aktion in Wolfratshausen
Wie Jan Reiners und David von Westphalen in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären, ist das Ziel der „Kidical Mass“, auf die Gefahrenstellen für Fahrradfahrer im Straßenverkehr aufmerksam zu machen – und sich für mehr Verkehrssicherheit einzusetzen.
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„Wir haben 2023, nicht 1953“, stellt von Westphalen fest. „Es gibt so viele Ecken, an denen die Bedürfnisse des nicht motorisierten Verkehrs noch nicht einmal ansatzweise mitgedacht wurden. Warum ist ein Mensch in Wolfratshausen plötzlich weniger wert, wenn er aus dem Auto steigt? Das ergibt überhaupt keinen Sinn.“ Wor-for-Future-Sprecher Reiners fügt an: „Sichere und komfortable Fahrradwege in der Stadt sowie zwischen den Orten im Umkreis machen Städte nachweislich nicht nur sicherer, leiser und gesünder, sondern insgesamt lebenswerter und lebendiger.“ Einige Kommunen auf der ganzen Welt würden das beweisen. Das Bündnis setze sich mit Aktionen wie dieser „für eine schönere, gerechtere und klimasichere Stadt ein“.
Wolfratshausen: Mehr Sicherheit auf dem Fahrrad - Demo der Future-Bewegung macht auf Problem aufmerksam
Am 6. Mai soll die bundesweite Protestaktion Kinder und Eltern auf die Straßen holen. Die Route in Wolfratshausen führt vom Treffpunkt am Marienplatz um 15 Uhr über die Königsdorfer und Schießstättstraße am Friedhof vorbei über den Floßkanal zurück in die Altstadt. Nach einer Runde durch die Stadt dürfen die Kinder mit Straßenkreide die – für den Autoverkehr gesperrte – B11 vor dem Marienplatz mit Straßenkreide verschönern.
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„Das Thema Verkehrssicherheit ist seit einiger Zeit auch Thema im Wofratshauser Stadtrat – indirekt“, so das Bündnis. Seit Monaten demonstrieren Future-Aktivisten vor den Sitzungen des Gremiums. Dabei hätten einige Mütter und Väter die Gelegenheit genutzt, ihre Angst um die eigenen Kinder zum Ausdruck zu bringen.