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Neue Wege: Bankerl sollen bald mit QR-Codes ausgestattet werden. So ergeben sich neue Routen durch die Stadt.

Ab Sommer 2019

Deswegen gibt es auf Wolfratshauser Bänken bald QR-Codes

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Parkbänke in Wolfratshausen können bald mit dem Smartphone gescannt werden. Sie werden nämlich ab Sommer 2019 mit QR-Codes ausgestattet. Dahinter steckt ein digitales Pilotprojekt.

Wolfratshausen – Die Flößerstadt ist bald um drei Themenwege reicher: Ab Sommer 2019 sollen die sogenannten Bankerl-Wege durch die Kommune führen. Dafür hat die Stadt mit den Betreibern der Smartphone-App „Mein Bankerl“ ein digitales Pilotprojekt gestartet.

Ausgewählte Parkbänke, wie beispielsweise entlang der Loisach, werden mit QR-Codes ausgestattet. „Mit diesen Codes können Smartphone-Nutzer verschiedene Inhalte, wie zum Beispiel Rätsel und Entspannungstipps abrufen“, erklärt Tourismusbeauftragte Gisela Gleißl. Bis nächsten Sommer sollen drei neue Wege mit verschiedenen Schwerpunkten entstehen: Auf dem Sportweg am Loisach-Isar-Kanal verbergen sich hinter den Codes Sportübungen, wie etwa Liegestütze an der Bank. Loisach- und Panoramaweg werden für den Entspannungsweg verknüpft. Für Familien bietet sich der dritte Weg an: eine Kombination aus Walderlebnispfad und Kinderflößerpfad, auf dem es Rästelaufgaben zu lösen gilt.

Die App „Mein Bankerl“ zeigt jeweils weitere Sitzgelegenheiten an, wo es neue Codes zu scannen gibt. „Für jede absolvierte Aufgabe sammelt man Punkte und erhält bei Erfolg am Ende eines gesamten Weges eine Urkunde“, berichtet Gleißl. Um mitmachen zu können, ist es notwendig, sich bei der kostenlosen App „MeinBankerl“ anzumelden. Sie ist bislang nur für Android-Geräte erhältlich. Nutzer finden dort Parkbänke mit Fotos sowie dem genauen GPS-Standort und können selbst noch nicht erfasste Bänke hinzufügen. Das Projekt, das Wandern mit einem spielerischen Element verbindet, wird bewusst digital angelegt. „Die Wege werden nicht klassisch mit Tafeln ausgeschildert, das Ganze soll über die App laufen“, sagt die Tourismusbeauftragte. „Die Flyer und Schilder für die bestehenden Wege bleiben aber natürlich erhalten.“

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Nachdem die Stadt das Pilotprojekt auf Facebook angekündigt hatte, sei es nicht nur auf Zustimmung, sondern auch auf Kritik gestoßen, gibt Gleißl zu. „Es hieß, man solle lieber mehr Zeit ohne Handy genießen.“ Doch die Tourismusbeauftragte sieht das anders: „Ohne Handy unterwegs zu sein, ist heute nicht mehr denkbar.“ Das Smartphone ersetze zunehmend Navigationsgeräte und Karten. „Wer die Bankerl-Wege geht, ist unterwegs, bewegt sich und nutzt gleichzeitig diese spielerische Komponente.“ Gerade für Familien sei das gemeinsame Rätselraten an der frischen Luft ein schöner Zeitvertreib. Wenn das Handy ohnehin ein dauerhafter Begleiter ist, „spielt man damit doch lieber draußen im Wald als daheim auf der Couch“, sagt Gleißl. mh

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