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S7 nach Geretsried: Auf dem Weg dorthin werden die Züge durch einen 280 Meter langen Tunnel in Wolfratshausen rollen.

Details zum unterirdischen S-Bahnhof in Wolfratshausen

Ein 280-Meter-Tunnel

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Wolfratshausen - Die S7-Verlängerung nach Geretsried nimmt konkrete Formen an. Bei einem Treffen in München präsentierten die Planer interessante Details.

Klaus Heilinglechner ist zuversichtlich. Er habe keineswegs den Eindruck, dass die S7-Verlängerung wegen der Planungen für die zweite Stammstrecke in München in den Hintergrund rückt, sagt der Wolfratshauser Rathauschef auf Nachfrage unserer Zeitung. Ganz im Gegenteil: „Ich habe den Eindruck, dass da richtig was vorwärtsgeht.“

Wie berichtet erfuhren Heilinglechner, sein Geretsrieder Amtskollege Michael Müller, Landrat Josef Niedermaier und Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber am Montag in München aus erster Hand Details zum aktuellen Stand des Großprojekts. Und auch wenn Heilinglechner betont, dass es sich „nur“ um Vorabpläne handelt, gibt es einige interessante Aspekte zur sogenannten Tunnellösung, die bislang noch nicht bekannt waren.

Klaus Heilinglechner Bürgermeister von Wolfratshausen

Heilinglechner zufolge wird der Tunnel für die Gleise rund 280 Meter lang werden. Er soll im Norden etwa von der Mitte des derzeitigen Bahnsteigs auf Höhe des Bahnhofsgebäudes bis zum Ende des Parkplatzes der Kreisklinik im Süden verlaufen. Der unterirdische Bahnhof soll einen Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen bekommen. Zugänge gibt es zwei: Der im Norden ist über einen Aufzug und eine 3,20 Meter breite Treppe erreichbar, der südlich der Sauerlacher Straße nur über eine Treppe. Das Bahnhofsgebäude und der Busparkplatz bleiben, wie sie sind. Das Industriegleis wird um ein paar Meter verlegt und soll künftig auf dem Tunneldeckel verlaufen. Der Radlweg, der von der Roma-Kreuzung entlang des Industriegleises bis zur Drückampel am Bahnübergang führt, soll am Süd-Ende des Tunnels auf die westliche Gleis-Seite verlegt und über die Karwendel- an der Sauerlacher Straße angeschlossen werden.

Die Tieferlegung der S-Bahn wurde erst nachträglich in die Verlängerungs-Planung eingearbeitet, da die Stadt Wolfratshausen keine Lösung mit Schranke wollte. Bis die Tektur fertig ist, wird es noch eine Weile dauern. In weiteren Sitzungen wird es laut Heilinglechner auch darum gehen, was mit Abwasserleitungen geschiegt, die durch die Tieferlegung freigelegt werden. Auch die Einsprüche der Träger öffentlicher Belange müssen noch ausgelegt werden. Die seien zwar soweit abgearbeitet. „Man will mit der Auslegung jedoch warten, bis auch die Einsprüche zur Tektur eingegangen sind.“

Was die Information der Öffentlichkeit angeht, will die Bahn offenbar neue Wege gehen. Wie Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber (CSU) mitteilt, soll nicht einfach ein großer Abend organisiert werden, bei viele Gäste viele Fragen stellen können. Stattdessen sei an so genannte „Marktplätze“ gedacht. Das heißt: Experten zu bestimmten Themen wie Lärmschutz, Grundwasser oder Bauablauf werden vor Ort eine Weile zur Verfügung stehen, um in Einzelgesprächen Details zu erörtern. „Die Öffentlichkeitsarbeit wird intensiv ausfallen“, so Bachhuber.

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