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Wir sind die Jugendgruppe (hinten v. li.): Elias Hummel, Julius Liewald, Christoph Rogner und Lina Schießl sowie (vorne v. li.) Sebastian Kretzschmar und Lukas Ertl. 

Jahresversammlung

Deutlich mehr Einsätze für Wolfratshauser Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Wolfratshausen blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück.  3860 Stunden waren die Ehrenamtlichen im Einsatz.

Wolfratshausen – 256 Mal mussten die Wolfratshauser Floriansjünger im vergangenen Jahr ausrücken und waren dabei 3860 Stunden im Einsatz. „Um dieses Einsatzspektrum sicher bewerkstelligen zu können, ist neben der sehr guten technischen Ausrüstung natürlich auch eine fundierte Ausbildung notwendig“, betonte Andreas Spohn. Der Kommandant verwies in der Jahresversammlung auf 172 Übungen, die 5712 Stunden beanspruchten. Rechnet man auch Schulungen, Sicherheitswachen sowie die Brandschutzerziehung an Kindergärten und Schulen hinzu, kommen die aktiven Wolfratshauser Einsatzkräfte sogar auf ein Gesamtstundenaufkommen von 12 019 Stunden. „Diese Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“, bemerkte Spohn.

Jugendgruppe war besonders aktiv

Besonders freute ihn, dass die Mitgliederzahl von 86 auf 88 gestiegen ist und die Jugendgruppe besonders aktiv war. Der in weißen T-Shirts und Hemden erschienene Nachwuchs freute sich über den verdienten Applaus der Mitglieder. Kommandant Spohn beließ es aber nicht nur bei der Nennung von Zahlen – er beschrieb auch die Einsätze. Nach der Löschung des Waldbrandes am Jochberg, an dem auch die Wolfratshauser Flughelfergruppe beteiligt war, gab es im vergangenen Jahr auch viele weniger spektakulärere Fälle. Spohn nannte hier vor allem das Löschen von verbrannten Essen, gewaltsame Wohnungsöffnungen sowie die Beseitigung von Ölspuren. Etwas aufwendiger waren die Behebung eines Wasserschadens bei einer Wolfratshauser Chemiefabrik sowie die Rettung von Menschen, die nach Verkehrsunfällen aus ihren Autowracks befreit werden mussten. Um den Waldbrand in der Pupplinger Au am 29. März im vergangenen Jahr löschen zu können, war sogar die Hilfe von Einsatzkräften umliegender Feuerwehren und drei Hubschraubern notwendig.

Feuerwehbedarfsplan wird erstellt

Keine Zeit verloren die Einsatzkräfte auch bei der Rettung von unvorsichtigen Schlauchbootfahrern auf der Isar. „Ihr müsst binnen weniger Sekunden Entscheidungen treffen, die über Leben und Tod entscheiden“, lobte Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Ebenso wie Spohn blickte der Rathauschef auf die Sondersitzung des Stadtrats am 16. Januar voraus. Dann wird über den von einem externen Gutachter erstellten Feuerwehrbedarfsplan debattiert. Gesprächsbedarf gibt es auch vor dem geplanten Bau eines Parkdecks auf dem Hatzplatz. „Dadurch wird sich unsere Hauptzufahrt zum Gerätehaus verändern“, erklärte Spohn.

Kreisbrandrat Karl Murböck zeigte sich beeindruckt von der Leistungsbereitschaft der Wolfratshauser Feuerwehr: „Man kann euch zu eurem Engagement nur gratulieren. Von nichts kommt nichts.“ SPD-Stadträtin Gerlinde Berchtold beließ es nicht bei verbalen Lobbekundungen und überreichte den Einsatzkräften im Auftrag des AWO-Demenzzentrums sogenannte Trostbären. Die Stofftiere sollen Kindern übergeben werden, die unmittelbar nach einem Brand oder einem Unfall unter Schock stehen.

Peter Herrmann

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