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Symbolische Geste: (v. li.) DSLV-Hauptgeschäftsführer Peter Hennekes, Architekt Christoph Albl, DSLV-Präsident Wolfgang Pohl, Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl und BZB-Vorstand Matthias Stauch beim ersten Spatenstich für das Ausbildungszentrum.

Deutscher Skilehrerverband

Millionen-Projekt mit Mehrwert

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Wolfratshausen/Grainau - Die Ausbildung von Skilehrern findet künftig an einem Standort statt. Neben der Alpspitzbahn-Talstation in Grainau baut der Deutsche Skilehrerverband mit Sitz in Wolfratshausen für 1,65 Millionen Euro sein neues Zentrum. Dort wird die Theorie unterrichtet, die Praxis folgt auf den Pisten zwischen Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze.

Nach fünf Jahren, in denen Wolfgang Pohl darum gekämpft hat, das Ausbildungszentrum des Deutschen Skilehrerverbandes (DSLV) in seiner Heimat anzusiedeln, nimmt das Projekt nun Gestalt an. „Und das am bestmöglichen Standort“, betont der DSLV-Präsident. Der Frust darüber, welche Widerstände der Garmisch-Partenkirchner und seine Mitstreiter überwinden mussten, ist somit vergessen. Auf Flur seines Geburtsorts ließ sich das Vorhaben, in das der Verband 1,65 Millionen Euro investiert, nämlich nicht realisieren. Landratsamt und Regierung von Oberbayern hatten dem einen Riegel vorgeschoben. „Es hätte nicht in den Landesentwicklungsplan gepasst“, erinnert sich Pohl. Sein zweiter Anlauf bei der Gemeinde Grainau war letztlich von Erfolg gekrönt.

„Dieses Projekt ist nicht nur für uns ein Mehrwert, sondern auch für Garmisch-Partenkirchen und die Bayerische Zugspitzbahn“, sagte Bürgermeister Stephan Märkl (CSU) beim symbolischen Spatenstich. Neben den 4000 Teilnehmern an den verschiedenen Angeboten, von denen sicher ab dem Winter 2017 etliche im Zugspitzdorf übernachten, überzeugt den Rathaus-Chef vor allem, dass mit dem Neubau sechs Arbeits- und zwei Ausbildungsplätze in der Region entstehen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt seien die Gewerbesteuern, die der DSLV künftig in Grainau zahlen wird. Die gehen den Garmisch-Partenkirchner Nachbarn flöten. „Aber wenn’s bei uns nicht möglich ist, dann lieber noch in Grainau als im Allgäu“, erklärte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD).

Der Bereich um Fellhorn- und Nebelhornbahn war tatsächlich beim DLSV als Ersatz im Gespräch. Nachdem der Verband allerdings in Wolfratshausen sitzt, war klar, dass das Garmisch-Partenkirchner Skigebiet, das über die A 95 in weniger als einer Stunde zu erreichen ist, die bevorzugte Variante für das Ausbildungszentrum ist.

Rückblickend meint Pohl, dass sich das Warten gelohnt habe. Denn jetzt werde das Millionen-Projekt am bestmöglichen Standort verwirklicht. Auf circa 1000 Quadratmetern, die der DSLV der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) abgekauft hat, entstehen Seminar- und Verwaltungsräume. Dort werden Theorie und Praxis aus einem Guss angeboten. Die Teilnehmer vertiefen erst im Neubau neben der Alpspitz-Talstation ihr Fachwissen und können dieses dann auf den Pisten im Alpspitz-, Kreuzeck- und Hausberggebiet ausprobieren. „Wir wollten die Anbindung an Deutschlands repräsentativstes Skigebiet“, hatte Pohl im Verlauf der vergangenen Jahre immer wieder betont. Um dies zu erreichen, „sind wir gut im Zeitplan“, sagt Peter Hennekes, Hauptgeschäftsführer des DSLV. Der Rohbau soll noch vor dem ersten Schneefall fertig sein, um über den Winter den Innenausbau zu stemmen.

Parallel dazu gestaltet die BZB für 100 000 Euro die Alpspitz-Talstation um. In der Saison 2017/18 sollen die Treppen der Vergangenheit angehören. Auf Höhe des Ausbildungszentrums entsteht ein direkter Zugang zum Bahnsteig im ersten Stock.

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