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Der Edeka-Markt in Waldram schließt.

„Edeka ist der Bremskeil“

Edeka-Aus in Waldram: Harsche Kritik an Edeka-Chefs

Waldram – Die bevorstehende Schließung des Edeka-Marktes in Waldram lässt auch die Siedlungsgemeinschaft Waldram nicht kalt. Die Verantwortlichen erheben Vorwürfe gegen die Konzernleitung.

Auf der Jahresversammlung der Siedlungsgemeinschaft Waldram (SGW) am Freitagabend im Gasthof zur Post erhob Vorsitzender Wolfgang Saal schwere Vorwürfe an die Konzernleitung. „Edeka wird seiner Verantwortung gegenüber den rund 4200 Einwohnern in Waldram nicht gerecht“, ärgerte sich Saal. Um die drohende Nahversorgungslücke zu schließen, appellierte er – wie schon in einem Leserbrief an unsere Zeitung – an alle Unternehmer, sich mit einem Konzept bei Bürgermeister Klaus Heilinglechner zu melden. Schließlich habe der Ratshauschef bei der Bürgerversammlung im März versprochen, die „Waldramer nicht im Stich zu lassen“.

Auch Vize-Vorsitzender Wolfgang Weichlein bezeichnete die derzeitige Entwicklung als „sehr traurig für Waldram. Edeka ist der Bremskeil. Die suchen gar nicht nach einem neuen Pächter“, glaubt Weichlein.

SPD-Stadtrat Manfred Menke, der die Versammlung der Siedlergemeinschaft besuchte, konnte dennoch die Entscheidung der Konzernleitung nachvollziehen. „Der Umsatz muss stimmen. Sonst wird keiner das Geschäft übernehmen“, erklärte er. Dass sich in den verbleibenden zwei Monaten noch ein Pächter findet, bezeichnete er als unwahrscheinlich. Nun sei eine Qualitätsoffensive nötig. „Eine Fleisch- und Wursttheke muss rein, sonst läuft der Laden nicht“, unterstrich Menke. Gemeinsam mit Wirtschaftsreferent Helmut Forster habe er Gespräche mit den Edeka-Verantwortlichen geführt, die seine Ansicht bestätigten.

Der neue Siedler-Vorstand: (v. li.): Joachim Vormelcher (Schriftführer), Thomas Heider (2. Kassier), Wolfgang Saal (Vorsitzender), Wolfgang Weichlein (Vize-Vorsitzender). Nicht im Bild: Franz Xaver Huber (Schatzmeister).  (Klick für großes Bild)

Bevor das unerfreuliche Thema „Nahversorgungslücke“ diskutiert wurde, blickte Saal auf die Aktivitäten der SGW im vergangen Jahr zurück. Angefangen vom traditionellen Schlachtschüsselessen über ein Straßenfest im Juni und diversen Kurzreisen bis hin zum Engagement für das geplante Dokumentations- und Begegnungszentrum im ehemaligen Badehaus am Kolpingplatz – den derzeit 252 Mitgliedern wurde es nicht langweilig. Nebenbei haben sie auch noch geholfen: „Den Erlös des Straßenfestes haben wir gespendet. 500 Euro gingen an die DJK-Waldram-Fußballjugend und 180 Euro an die Familie des viel zu früh verstorbenen Isarrangers Andreas Huber“, berichtete Saal.

Nach seinem Vortrag wurde er einstimmig per Akklamation in seinem Amt bestätigt. Die Stellvertreterposition übernimmt erneut Wolfgang Weichlein. Neuer Schatzmeister ist Franz Xaver Huber, der Renate Kiefersauer ablöst. Für die Mitgliederverwaltung und das Amt des Zweiten Schatzmeisters ist Thomas Heider verantwortlich. Schriftführer bleibt Joachim Vormelcher, die Kasse prüft weiterhin Barbara Kunzmann.

von Peter Herrmann

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