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Hat gut lachen: Klaus Heininger, neuer Pächter des Waldramer Edeka-Markts, schaut auf zwei sehr erfolgreiche Monate zurück.

Jetzt fehlt nur noch das Frischfleisch

Waldramer Edeka: 4500 neue Kunden in zwei Monaten

Wolfratshausen – Seit zwei Monaten führt Klaus Heininger den Edeka-Laden im Wolfratshauser Ortsteil Waldram. Er zieht ein positives Zwischenfazit. Dabei lässt ein wichtiger Bestandteil seines Planes noch auf sich warten.

Der Parkplatz vor dem Waldramer Lebensmittelladen ist gut gefüllt. Nur zwei Stellplätze sind noch frei. Im Laden spazieren einige Kunden zwischen den vollen Verkaufsregalen. Mittendrin im Gespräch mit einem Kunden: Klaus Heininger. Vor gut zwei Monaten hat er das Geschäft von Hans-Joachim Freywald übernommen. Zuvor sah es danach aus, als müsste der einzige Nahversorger des südlichsten Stadtteils Wolfratshausens schließen. Jahrelang schrieb der Laden rote Zahlen.

Die Übernahme des Supermarktes war ein riskantes Unterfangen. „Es hat sich bisher aber alles prächtig entwickelt“, freut sich der neue Pächter. Die Umsatzzahlen seien unter seiner Regie enorm gestiegen. Details nennt der Geschäftsmann natürlich nicht. In den zwei Monaten seiner Amtszeit, so viel verrät der Geretsrieder dann aber doch, habe der Laden 4500 Kunden hinzugewonnen. „Das ist ein riesiger Zuwachs.“

Ein großes Manko war bislang, dass nur wenige Waldramer ihre Großeinkäufe in dem Geschäft an der Faulhaberstraße getätigt haben. Für kleinere Besorgungen kamen sie zwar in den Laden, die Wochenendeinkäufe erledigte ein Großteil der Kunden jedoch woanders. „Das hat sich gewandelt“, berichtet der neue Pächter. Die meisten Einkäufer kämen regelmäßig und seien zufrieden. „Ich bekomme sehr positive Resonanz.“ Die Mitarbeiter würden viel Lob erhalten. Auch dass Heininger das Sortiment vergrößert hat, kommt gut an. Lediglich einen Kritikpunkt gibt es: „Manche sind ganz überrascht, dass sie jetzt an der Kasse anstehen müssen“, lacht der Geschäftsmann. „Mich freut das natürlich.“

Seit Heininger am Ruder ist, können mehrere Kassen gleichzeitig öffnen. Das hängt damit zusammen, dass die Zahl der Mitarbeiter gewachsen ist. Insgesamt sind es 16, zwei davon sind Vollzeitkräfte, vier arbeiten in Teilzeit, der Rest sind Aushilfen. Die Lohnliste Heiningers wird sich in Zukunft weiter vergrößern. Sobald die Frischfleischtheke wieder in Betrieb geht, kommen ein Metzger sowie zwei Verkäuferinnen hinzu. Momentan liegen nur SB-Waren in der Auslage. Dass er mit diesem Plan den Nerv seiner Kunden trifft, daran hat er keinen Zweifel. „Ich werde täglich gefragt, wann es die Theke wieder geben soll.“ Seine Antwort lautet stets: „So bald wie möglich.“

Ursprünglich wollte er schon früher Frischwaren anbieten, ein bauliches Problem verhinderte jedoch eine frühzeitige Eröffnung. Heininger, der auch in Geretsried einen sehr erfolgreichen Edeka-Markt führt, ist jedoch optimistisch, dass er zum Monatsende frisches Fleisch, Käse und Fisch anbieten kann. Sein Vorgänger hatte das Frischfleischangebot aus dem Sortiment verbannt. Der Grund: Die Theke rechnete sich für Freywald nicht.

Nicht nur der neue Pächter ist glücklich über die Entwicklung des Waldramer Ladens. Auch der Wirtschaftsreferent des Stadtrates, Helmut Forster (Bürgervereinigung), ist voll des Lobes. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt er unserer Zeitung. Als bekannt wurde, dass Hans-Joachim Freywald als Pächter ausscheiden wolle, suchte Forster mit SPD-Stadtrat Manfred Menke nach einem Nachfolger. Auch nach der Geschäftsübernahme hat der Ex-Bürgermeister ein Auge auf den Laden. „Ich bin regelmäßig dort, mindestens einmal pro Woche.“ Sein Eindruck: „Es hat sich bisher sehr gut entwickelt.“ Für den Erfolg hat Forster zwei Erklärungen. Zum einen die Vergrößerung des Sortiments und den Umbau im Eingangsbereich. Zum anderen hätten einige Waldramer ein neues Bewusstsein entwickelt. „Viele Leute haben gemerkt, dass sie den Nahversorger unterstützen müssen, wenn man ihn halten möchte.“

von Dominik Stallein

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