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Die Schließung des Waldramer Edeka wäre schlimm für viele Anwohner. Vor allem für die, die nicht mehr mobil sind. 

Politischer Frühschoppen der SPD

Das große Thema Nahversorgung

Wolfratshausen - Die SPD sucht nach einer Lösung, die Nahversorgung der Wolfratshauser zu sichern. Aktueller Anlass: die drohende Schließung des Edeka-Marktes im Ortsteil Waldram. 

Den Kampf für den Erhalt des einzigen Nahversorgers in Waldram wollen die Genossen noch nicht aufgeben. SPD-Stadtrat Manfred Menke kündigte beim politischen Stammtisch seiner Partei in Farchet an, Gespräche mit Vertretern des Edeka-Konzerns und dem Immobilienbesitzer führen zu wollen. „Vielleicht können wir uns dabei einander annähern“, hofft Menke. Als Grund für die Schließung des einzigen Lebensmittelmarktes im Ortsteil hatte der Pächter Hans-Joachim Freywald auf Nachfrage unserer Zeitung wie berichtet mangelnde Einnahmen angegeben. „Die Bürger erledigen ihre Großeinkäufe eben lieber beim Discounter“, bilanzierte Menke. Der Umsatz des Ladens sei deshalb „weit von der Wirtschaftlichkeitsgrenze entfernt“. Die Vorsitzende des Werbekreises Einkaufsstadt Wolfratshausen, Ingrid Schnaller, sieht die Waldramer in der Pflicht stehen: „Nahversorgung ist auch ein Solidarprojekt.“ Um den Lebensmittelladen zu retten, müsse ein entsprechendes Bewusstsein in der Gesellschaft entstehen. „Gerade die jüngeren Bürger müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie mit einem Einkauf vor Ort vielleicht ihrem Nachbarn helfen, der nicht mehr mobil ist.“

Der Edeka in Geretsried ist ein Positivbeispiel

Stadtrat Walter Daffner (Bürgervereinigung), der den Frühschoppen der SPD besuchte, sieht das Thema ähnlich wie Schnaller. Es sei wichtig, Frequenzbringer für den Laden zu schaffen. „Wir müssen die Menschen dazu bewegen, in dem Nahversorger einkaufen zu gehen.“ SPD-Stadträtin Gerlinde Berchtold führte als Positivbeispiel den Edeka an der Sudetenstraße in Geretsried an – durch diverse Aktionen schaffe der Betreiber des Ladens eine Kundenbindung. Eine solche vermisst Berchtold beim Einkauf in Waldram. Sie wünsche sich daher mehr Aktionismus vom Pächter des Marktes: „Die Geschäftsleute, die jammern, müssen auch selbst etwas tun.“ Sollte der Versorger im südlichen Ortsteil der Loisachstadt nicht zu retten sein, müsse sich der Stadtrat über Alternativen für die Waldramer Bürger unterhalten. „Wir müssen die Menschen unterstützen, die ihre Einkäufe nicht mehr selbstständig tätigen können“, urteilte Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD). Die Flößerstadt könne von anderen Kommunen lernen. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, wenn wir schauen, wie andere Städte mit diesem Problem umgehen.“ Dominik Stallein

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