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Applaus, Applaus: Die Waldramer freuen sich, dass es mit ihrem Edeka-Markt weitergeht. Der Saal im Gasthaus zur Post war am Freitagabend übervoll, als sich der neue Pächter Klaus Heininger vorstellte.

„Kaufen Sie hier ein“

Edeka Waldram: Das plant Neu-Pächter Klaus Heininger

Waldram – Riesig war das Interesse der Waldramer, den neuen Pächter ihres Edeka-Markts kennen zu lernen. Klaus Heininger stellte sich am Freitagabend im Gasthaus zur Post vor, und der Saal platzte aus allen Nähten. Einige Gäste verfolgten die Versammlung, zu der die Siedlungsgemeinschaft Waldram eingeladen hatte, im Stehen.

„Als im Februar die Meldung wie eine Bombe einschlug, dass der bisherige Pächter Freywald Ende Mai aufhört, läuteten nicht nur bei den Bürgern, sondern auch bei uns die Alarmglocken“, berichtete der Wirtschaftsreferent des Stadtrats, Helmut Forster, eingangs. Er und SPD-Stadtrat Manfred Menke hörten sich um, schrieben viele E-Mails und telefonierten. Im Seminar St. Matthias, der Sonnen-Apotheke und der Bäckerei Graf im Edeka wurden insgesamt 1300 Unterschriften zum Erhalt des Supermarkts gesammelt. Nicht zuletzt Waltraud Pfitzer formulierte in der jüngsten Bürgerversammlung klar und nachdrücklich den Wunsch der Waldramer, „den Edeka zu erhalten“. Dank des Engagements von Forster und Menke wird dieser Wunsch jetzt Wirklichkeit: Der Geretsrieder Klaus Heininger übernimmt den Waldramer Edeka-Markt.

In der Versammlung machte der 56-Jährige keine großen Versprechungen, sondern er verkündete ein klares Programm. „Zum 1. Juni übernehme ich, der Laden bleibt, die Regale bleiben, aber in den Regalen ändert sich alles“, sagte Heininger, der bereits seit neun Jahren in Geretsried erfolgreich einen Verbrauchermarkt betreibt. Fünf Tage pro Woche soll es frisches Obst und Gemüse, auch von regionalen Erzeugern, geben. Bald werde auch wieder eine Frischwarentheke eingebaut, verkündete der Pächter. „Nur dann wird der Markt für zwei, drei Tage geschlossen bleiben.“ In dieser Fachabteilung soll es Frischfleisch von „Donauland“ geben, vielleicht auch Bio-Fleisch. Heininger: „In Geretsried kommt das sehr gut an.“ Auch ein breites Wurst- und Käsesortiment sowie eine Fischabteilung, die dreimal in der Woche frisch bestückt wird, ist geplant. Eingang und Außenfront werden verändert, alles soll einladend und freundlich werden. „Der Kunde steht für mich im Mittelpunkt, und ich werde mich jeden Tag in Waldram sehen lassen“, versprach der Geretsrieder. Den Laden will er mit alten und neuen Mitarbeitern wie gewohnt von 8 bis 19 Uhr öffnen, am Samstag von 7.30 bis 19 Uhr.

Jetzt liege es an den Waldramern, „wie der Laden läuft“, sagte Wirtschaftsreferent Forster. 3522 Waldramer kämen als Kunden in Frage, jeder müsste rein rechnerisch jährlich 2000 Euro Umsatz bringen, damit sich die Sache für Heininger lohnt. Er allein trage das unternehmerische Risiko; sein Mietvertrag läuft vorerst bis 2019.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner dankte dem Team Forster/Menke für die Mühen. Er wünschte Heininger, dass die Waldramer den „Neuen“ nicht enttäuschen: „Der Laden lebt von der Frequenz: Kaufen Sie hier ein, und alles wird gut.“ Die Kundschaft steht bereits in den Startlöchern: Eine Waldramer Familie war am Freitag verhindert. Sie schickte dem neuen Pächter aber eine Ansichtskarte. Menke lobte den Einsatz der örtlichen Vereine: „Alle sind mobilisiert.“ Er dankte Waltraud Pfitzer, die „ganz fest am Rad gedreht hat“. Wirtschaftsreferent Forster schloss: „Nehmt das Angebot an, unterstützen Sie Herrn Heininger, dann klappt’s.“ Dieses Fazit wurde heftig beklatscht.

von Dieter Klug

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