+
Plötzlich läuft’s wie am Schnürchen: Das Spiel gegen den MTV München dominierte die VSG Isar-Loisach – hier Lukas von Stülpnagel bei der Annahme – und revanchierte sich für die knappe Hinspielniederlage. 

Volleyball

Eigenfehler-Orgie trübt die Bilanz

  • schließen

Die Herren der VSG Isar-Loisach gewinnen das Spitzenspiel gegen MTV München III nach einer unerwarteten Pleite gegen Lohhof. 

Wolfratshausen – Es lief nach Plan für die Volleyballer der VSG Isar-Loisach: Das Spiel gegen den punktgleichen Tabellenzweiten MTV München III dominierte der Bezirksligist über weite Strecken und feierte mit 3:1 eine gelungene Revanche für die knappe Hinspielniederlage. Wäre da nicht das Auftaktmatch an diesem Heimspieltag gewesen, das der Spielgemeinschaft aus Wolfratshausen und Geretsried die gute Laune verdarb: Gegen den SV Lohhof setzte es eine unerwartete 1:3-Pleite.

Ganz unerwartet vielleicht doch nicht: Mit Fabian Liemer fehlte urlaubsbedingt der stärkste Mittelangreifer; Dominik Schmidt war beruflich verhindert. Dazu plagten sich VSG-Spielertrainer Korbinian Hölzl mit den Folgen einer überstandenen Grippe und Außenangreifer Markus Meinl mit Trainingsrückstand. Dennoch verlief die Partie gegen die im hinteren Tabellenbereich angesiedelten Lohhofer recht ausgeglichen. „Wir haben es aber einfach nicht geschafft, uns positiv zu motivieren“, stellte Teammanager Bernhard Wilhelm fest. Er sprach zudem von einer „Eigenfehler-Orgie“ und stufte das Match als „unser zweitschlechtester Auftritt in dieser Saison“ ein.

Dabei hatte die VSG im ersten Durchgang nur knapp mit 23:25 das Nachsehen; ebenso in Satz zwei (22:25). Der dritte Abschnitt ging mit 25:20 an die Hausherren, „doch danach hätten wir unsere Aufstellung nicht ändern sollen“, haderte Wilhelm mit einem taktischen Fehler. Mit 25:21 machten die Lohhofer, die gegen den wenig variantenreichen Angriff der VSG meist einen Doppelblock stellen konnten, nämlich den Sack zu.

Wenig Hoffnung machte sich die Truppe um Kapitän Thorsten Busch deshalb für das Duell gegen die mit großem Aufgebot angerückten Münchner. Doch plötzlich lief es wie am Schnürchen: Die Annahmen von Libero Julius Wilhelm kamen exakter, Buschs Zuspiele gerieten dadurch variabler, und vor allem Meinl und Tobias Adamek auf Außen sowie Lukas von Stülpnagel im Mittelangriff kamen so richtig in Schwung. Nach einem 25:20 glich der zweite Durchgang nahezu einer Demontage des MTV (25:17). Die Münchner nutzten zwar einen leichten Durchhänger, um sich den nächsten Satz mit 25:23 zu holen. Doch im Endeffekt hatten sie diesmal keine Chance gegen die Gastgeber, die sich zuletzt mit 23:18 durchsetzten. „Was vorher gegen Lohhof an Konzentration und Kampfgeist fehlte, war jetzt vorhanden“, freute sich Wilhelm.

Seine Volleyballer behaupten damit den dritten Tabellenplatz, haben aber bereits zwei beziehungsweise vier Begegnungen mehr auf dem Buckel als die direkte Konkurrenz. Weil aber rein rechnerisch die Abstiegsgefahr endgültig gebannt ist, kann die VSG am nächsten Spieltag (3. Februar in Putzbrunn) gegen den Gastgeber und den MTV Rosenheim locker aufspielen. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Closing-Party“ angekündigt: Wolfratshauser Turm schließt
Die Diskothek Turm in Wolfratshausen veranstaltet am 8. September ihre letzte Party. Der Club, der in der Vergangenheit als Partyhochburg weit über die Stadtgrenze …
„Closing-Party“ angekündigt: Wolfratshauser Turm schließt
Königsdorfer Bürgermeister zeigt Kindern, welche besondere Wirkung Angeln hat
Seit vielen Jahren geht der Königsdorfer Rathauschef in den Sommerferien mit Kindern angeln und verrät ihnen allerlei Tricks. Denn Angeln hat eine besondere Wirkung. 
Königsdorfer Bürgermeister zeigt Kindern, welche besondere Wirkung Angeln hat
Wolfratshauserin fährt mit 1,8 Promille Schlangenlinien – Tochter (6) sitzt daneben
Absolut unverantwortlich: Eine betrunkene 25-Jährige fuhr am Samstag in Schlangenlinien von Münsing in Richtung Wolfratshausen. Ihre sechs Jahre alte Tochter saß auf dem …
Wolfratshauserin fährt mit 1,8 Promille Schlangenlinien – Tochter (6) sitzt daneben
Taucher warnt: In der Loisach lauert eine „große Gefahr für alle Badegäste“
Sage und schreibe 343 Glasscherben und Blechdosen hat ein Geretsrieder aus der Loisach in Wolfratshausen gefischt. Für ihn ist es ein Wunder, dass sich noch kein …
Taucher warnt: In der Loisach lauert eine „große Gefahr für alle Badegäste“

Kommentare