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Ein Mann und eine Frau von der Loisachtaler Bauernbühne
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Hauptsache wieder spielen: Melanie Tobian und Christian Foitzik von der Loisachtaler Bauernbühne.

Bauernbühne besteht heuer seit 40 Jahren

Ein einziges Theater: Wie die Loisachtaler Bauernbühne Corona trotzt

Die Loisachtaler Bauernbühne (LBB) feiert heuer ihr 40-jähriges Bestehen. Die geplante Geburtstagssause fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Doch die LBB trotzt dem fiesen Virus.

  • 40 Jahre besteht die Loisachtaler Bauernbühne (LBB) heuer.
  • Die Corona-Pandemie durchkreuzte alle Pläne der Laienschauspieler.
  • Doch die LBB gab nicht auf: Jetzt steht der Premierentermin für „Huif Kini huif“.

Wolfratshausen – Bühnenstücke zu proben und aufzuführen – wie soll das gehen in Pandemiezeiten? Darf überhaupt geküsst werden, in einer Liebesszene, die doch immer dazu gehört? Die Loisachtaler Bauernbühne (LBB) feiert heuer ihr 40-jähriges Bestehen. Im Juli sollte es eine große Geburtstagssause geben. Doch dann kam der Lockdown, danach herrschte Stillstand bei der LBB.

„Wir sind Schauspieler, wir wollen auf die Bühne.“ 

Melanie Tobian, Vorsitzende der Loisachtaler Bauernbühne

Die Zeit haben die Vorsitzenden genutzt, um sich Gedanken zu machen, wie es längerfristig weitergehen soll. „Wir sind Schauspieler, wir wollen auf die Bühne“, sagt LBB-Chefin Melanie Tobian mit Nachdruck. Die Entscheidung fiel prompt: „Lieber planen wir den Worst Case, als vom Idealfall auszugehen“ – soll heißen, die Truppe wollte vorbereitet sein, wenn es wieder los gehen kann.

Alle Laienschauspieler engagieren sich ehrenamtlich

Schließlich, so Tobian, sind die Einnahmen der rund elf Aufführungen jährlich im Herbst in den Geretsrieder Ratsstuben überlebenswichtig für den Theaterverein. Die Miete für den Probenraum muss er zahlen, Requisiten und Kostüme kosten Geld, die Versicherungsgebühr steht an. Die Laiendarsteller dagegen spielen rein ehrenamtlich.

Um vor einer Ansteckung gewappnet zu sein, musste zuerst ein Hygienekonzept für die Proben im Kellerraum her, mit Maskenpflicht, Desinfektion, Belüftung und Anwesenheitsliste. „Ein echter Aufwand, denn täglich können sich die Vorschriften wieder ändern“, weiß Vize-Chef -Christian Foitzik.

Premiere des neuen Stücks am 9. Oktober

Anfang Juni war es soweit: Die wöchentlichen Proben fürs aktuelle Stück „Huif Kini, huif“ liefen an. Zu siebt spielen sie heuer den Schwank, in dem der sagenumwobene bayerische Monarch in Erscheinung treten wird. Ob es Corona-Tests vor jeder Probe gebe? „Nein, das ist keine Vorschrift. Wir gehen von der Eigenverantwortung unserer Mitspieler aus“, erklärt Foitzik. Die Premiere ist für den 9. Oktober geplant. Heuer nur mit akribisch ausgetüftelten 72 bis 94 Publikumsplätzen, die der ehemalige Vorsitzende Franz Foitzek maßstabsgetreu auf einem Papiermodell geplant hat. „Wir werden streng darauf achten, dass die Maskenpflicht und Abstandsregelungen eingehalten werden“, sagt Christian Foitzek. Es gibt nur feste Platzreservierungen und keine Abendkasse.

LBB probt optimistisch fürs Starkbierfest 2021

Auch für das Starkbierfest im kommenden Jahr plant die Loisachtaler Bauernbühne sicherheitshalber vor. Ob es stattfindet oder nicht, sei jedoch die Entscheidung der Stadt, so Tobian. „Wir werden auf jeden Fall ein Stück schreiben, allerdings in abgespeckter Form.“ Die LBB-Chefin ist Profischauspielerin an der Münchner Iberl-Bühne, von der Pandemie also auch beruflich betroffen: „Wenn wir Schauspieler nicht spielen können, verdienen wir kein Geld“, macht Tobian deutlich. Die Corona-Krise ist für die Bühnenbranche ein einziges „Theater“. Andrea Weber

Info

Die Premiere von „Huif Kini huif“ findet am 9. Oktober in den Geretsrieder Ratsstuben statt. Weitere Aufführungen sind am 10., 16., 17., 24., 25., 30. und 31. Oktober sowie am 6., 13., und 14. November. Sie beginnen jeweils um 20 Uhr, nur am Sonntag um 17 Uhr. Karten sind zum Preis von 12 Euro unter der LBB-Hotline 0 81 71/92 60 31 erhältlich.

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