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Endlich schwimmen am Schulzentrum: Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller hofft, dass das neue Hallenbad Anfang 2020 eröffnet werden kann. 

„Es ist vollbracht“

Ein klares Ja zum Hallenbad

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  • Peter Borchers
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Wolfratshausen/Egling - Was lange währt, wird endlich gut: Auch in den  skeptischen Kommunen Egling und Wolfratshausen ist den höheren Kosten für das gemeinsame Hallenbad zugestimmt worden. 

Wolfratshausen/Egling – Die Entscheidungen fielen am Dienstabend fast zeitgleich: Sowohl der Wolfratshauser Stadtrat als auch die Eglinger Gemeinderäte stimmten jeweils für eine Kostenbeteiligung an dem in Geretsried geplanten interkommunalen Hallenbad. Wie berichtet waren neue Beschlüsse der beteiligten Kommunen notwendig geworden, weil sich die Baukosten für das Projekt seit der ersten Berechnung im Jahr 2013 erhöht haben. Für die Flößerstadt heißt das 22:0-Votum des Rates konkret: Statt 130 815 Euro werden 248 524 Euro Investitionszuschuss an den Bauherrn, die Nachbarstadt, überwiesen. Insgesamt kostet das interkommunale Hallenbad rund 15 Millionen Euro, die Hauptlast der Investition trägt die Stadt Geretsried: rund 9,4 Millionen Euro.

SPD stand von Anfang an hinter dem Projekt

Das Thema passierte den Wolfratshauser Stadtrat nahezu geräuschlos. Nachdem die Zweckvereinbarung der Flößerstadt nach 25 Jahren ein Kündigungsrecht einräume und der Betriebskostenzuschuss für die Dauer von zehn Jahren auf 105 000 Euro jährlich gedeckelt sei, „können wir geschlossen zustimmen“, sagte Josef Praller, Fraktionssprecher der Bürgervereinigung. Ins selbe Horn stießen die CSU, die SPD und die Grünen. SPD-Fraktionschef Fritz Meixner wollte sich einen kurzen Rückblick aber nicht verkneifen: Es sei gut, dass im Laufe eines längeren Prozesses alle Wolfratshauser Stadträte „zu Schwimmern geworden sind“, spielte Meixner auf die zunächst ablehnende Haltung der Bürgervereinigung und Teilen der CSU-Fraktion an. Meixner: „Die SPD dagegen hatte von Beginn an die Badehose an.“ Das heißt: Die Wolfratshauser Genossen standen vom ersten Tag an hinter dem interkommunalen Projekt.

„Es ist vollbracht“: Mit diesen Worten kommentieren Stephanie Hanna-Necker, Ingrid Schnaller und Fried-Thorsten Jantzen die Entscheidung des Wolfratshauser Stadtrats. Das Trio hatte wie berichtet im Herbst des Jahres 2016 ein Bürgerbegehren initiiert. Die Drei sammelten gemeinsam mit zahlreichen Mitstreitern 4500 Unterschriften für die Beteiligung der Loisachstadt am Schwimmbad in Geretsried. „Wir danken den zahlreichen Unterstützern herzlich, denn ohne sie wäre die Verwirklichung des interkommunalen Hallenbades nicht gelungen“, stellt Schnaller fest.

Zahlen sind jetzt exakt aufgearbeitet

In seiner Sitzung am 16. Januar hatte der Eglinger Gemeinderat eine Entscheidung noch vertagt, dies aber nicht wegen grundsätzlicher Bedenken, wie Bürgermeister Hubert Oberhauser (Freie Wähler) in der Sitzung am Dienstag betonte. Er sieht die interkommunale Zusammenarbeit als „große Chance“. Trotzdem sei es richtig gewesen, den Beschluss zurückzustellen, „weil die Zahlen einfach nicht exakt aufgearbeitet waren“. Das hatte Geschäftsleiterin Daniela Simon bis zur jüngsten Sitzung erledigt. Letztlich hat Egling nun 70 090 Euro zu übernehmen. „Jetzt sind die Zahlen klar“, sagte Stefan Kießkalt (Vereinigte Bürgerschaft Egling) und ergänzte augenzwinkend: „Mit unserem Zögern hat die Zeitung wenigstens etwas zu schreiben gehabt.“ Rathauschef Hubert Oberhauser frohlockte nach dem einstimmigen Ja: „Egling hat alles aufgearbeitet und geht bald Schwimmen.“

Die Nachricht kommt sofort in Geretsried an

Die modernen digitalen Medien machen’s möglich: Kurz nachdem der Wolfratshauser Stadtrat am Dienstagabend einstimmig den erhöhten Baukostenzuschuss zum interkommunalen Hallenbad abgesegnet hatte, veröffentlichte unsere Zeitung dies auf ihrer Facebook-Seite. Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller, eifriger Smartphone-Nutzer, konnte somit noch in der am selben Abend tagenden Planungsausschuss-Sitzung öffentlich zu der freudigen Nachricht Stellung nehmen. „Ich bringe meinen Respekt vor dieser mutigen Entscheidung zum Ausdruck“, sagte er. Das Votum sei ein großer Vertrauensbeweis Wolfratshausens Geretsried gegenüber. Wie Müller berichtete, hat die Stadt am 15. Februar mit der europaweiten Ausschreibung der verschiedenen Gewerke für den Bau des Bads begonnen. Mitte März sollen die Ausschreibungsergebnisse vorliegen. Ab Mitte Mai könnte gebaut werden. Anfang 2020, so hofft der Bürgermeister, werde man „gemeinsam mit den Nachbarn baden gehen“.

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