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Gruppenfoto mit Verleihbus: Der Kreisjugendring hat das neue Fahrzeug in Wolfratshausen offiziell übernommen. Gottes Segen spendeten Kaplan Michael Engel und der evangelische Pfarrer Florian Gruber. Mehr als 30 Unternehmen trugen zur Finanzierung des Renault Maste r bei.

Der Master-Plan geht auf

Ein neuer Verleihbus für den Kreisjugendring

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Seinen Vorgänger hat der TÜV nicht mehr genehmigt. Jetzt hat der Kreisjugendring Bad Tölz-Wolfratshausen danke vieler fleißiger Helfer einen neuen Verleihbus bekommen. 

Wolfratshausen – Nach 220 000 Kilometern Laufzeit in zwölf Jahren fällte der TÜV ein vernichtendes Urteil: Der sogenannte Verleihbus des Kreisjugendrings hat das Ende seiner Lebenszeit erreicht. Die gute Nachricht: Seit dieser Woche rollt ein neuer Verleihbus über die Straßen im Landkreis.

Drei Städte halfen mit 

2014 hatte der Technische Überwachungsverein (TÜV) nach der gründlichen Inspektion des alten Fahrzeugs den Daumen gesenkt. Nun war guter Rat teuer. Schließlich wagte der Kreisjugendring (KJR) Bad Tölz-Wolfratshausen den Kraftakt, die Vollversammlung beschloss die Anschaffung eines neuen Verleihbusses. Um dessen Finanzierung zu sichern, legten sich vor allem Nikolaus Schöfmann und Peter Mock ins Zeug – ins Boot stiegen schließlich die drei Städte Wolfratshausen, Geretsried und Bad Tölz, mehr als 30 regionale Unternehmen sowie rund zwei Dutzend private Geldgeber. Nachdem der Bus – Modell Renault Master – von der Wolfratshauser Firma Finest Media mit der Fahrzeugbeschriftung, sprich Werbeaufklebern versehen worden war, wurde er nun offiziell vom Kreisjugendring übernommen.

Der rund 34 000 Euro teure und geräumige Neunsitzer, der über den Wolfratshauser Kfz-Meisterbetrieb Finsterwalder bestellt worden ist, steht Jugendverbänden und -gruppierungen sowie anderen sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen im Landkreis zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es beim Kreisjugendring unter der Telefonnummer 0 80 41/ 90 86 und per E-Mail an info@kjr-toel.de.

„Die Jugendlichen stehen schon in den Startlöchern“

Unterwegs sind die Passagiere mit Gottes Segen: Der Kaplan der Pfarrgemeinde St. Andreas Wolfratshausen, Michael Engel, sowie der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde St. Michael Wolfratshausen, Florian Gruber, weihten das Fahrzeug bei der offiziellen Inbetriebnahme am Freitagnachmittag in der Loisachstadt. Vorsorglich wies Gruber die Anwesenden mit einem Augenzwinkern darauf hin, dass die Segnung nicht gleichbedeutend „mit einem magischen Schutz“ für den weißen Transporter mit dem Kennzeichen TÖL JR (Jugendring) 102 sei. Für eine stets unfallfreie Fahrt seien in erster Linie die hoffentlich umsichtigen Fahrer verantwortlich.

„Der neue Bus war dringend nötig, die Jugendlichen stehen schon in den Startlöchern“, sagte KJR-Vorsitzende Margit Maier-Marth. Sie dankte Schöfmann („er ist bei der Suche nach Sponsoren mindestens so viele Kilometer gelaufen wie der alte Bus auf dem Buckel hatte“) und Mock für deren Engagement. „Wichtig ist: Die Arbeit war erfolgreich“, stellte Schöfmann bescheiden fest.

Einen Optimierungsvorschlag von Wolfratshausens Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller wird der KJR laut Maier-Marth wohlwollend prüfen: Das Logo der Flößerstadt prangt derzeit rechts oben an der Fahrerkabine des Busses, das der Stadt Geretsried auf der Stirnseite und das der Stadt Bad Tölz links oben auf der Fahrerkabine. Um das gute Miteinander drei Kommunen zu symbolisieren, „wäre es doch schön, wenn man die drei Aufkleber gemeinsam auf der Frontseite des Busses anbringt“, meinte Schnaller.

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