Rosi Mittermaier mit Hans Reiser im Sportgeschäft Reiser.
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Hoher Besuch am Untermarkt: 1976 gab Skistar Rosi Mittermaier eine Autogrammstunde im Sportgeschäft von Hans Reiser. Foto: Repro /sh

Eine Doppel-Olympiasiegerin zum Anfassen

Die „Gold-Rosi“ in Wolfratshausen: Hans Reiser erinnert sich an einen Besuch im Jahr 1976

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
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Passend zum 70. Geburtstag von Rosi Mittermaier hat unsere Zeitung zurückgeblättert: 1976 stattete die Sport-Ikone der Loisachstadt einen Besuch ab. Sie schrieb sie fleißig Autogramme und stellte sich den Fragen des Sportnachwuchses.

  • Rosi Mittermaier wird 70 Jahre alt
  • 1976 gab die „Gold-Rosi“ eine Autogrammstunde im Wolfratshauser Sportgeschäft Reiser
  • Seniorchef erinnert sich an Ereignis zurück

Wolfratshausen – Ganz Bayern gratuliert an diesem Mittwoch Sport-Ikone Rosi Mittermaier zum 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass hat unsere Zeitung ins Jahr 1976 zurückgeblättert. Kurz nach ihrem Doppel-Olympiasieg in Innsbruck stattete die „Gold-Rosi“ der Loisachstadt einen Besuch ab.

Im Sporthaus Reiser (seinerzeit noch am Untermarkt beheimatet) stellte sich die sonnengebräunte Skirennläuferin den Fragen ihrer Fans – und schrieb fleißig Autogramme. „In einem schicken Mercedes wurde sie vor das Haus chauffiert“, erinnert sich Seniorchef Hans Reiser (82). „Das Geschäft war rappelvoll.“ Ein großes Event für das Familienunternehmen. Organisiert wurde die Autogrammstunde von der Skifirma Fritzmeier. „Alle haben die Rosi fröhlich begrüßt“, erzählt Reiser.

„Gold-Rosi" stellte sich den Fragen vom Wolfratshauser Skinachwuchs

Auch die Heimatzeitung berichtete über den prominenten Gast. „Nach der anfänglichen Scheu vor dem Skistar stürmten die Fragen auf Rosi Mittermaier ein“, notierte der Reporter. Wer von der „Gold-Rosi“ etwas wissen wollte, hob höflich die Hand. „Wie viele Pokale sie schon hat, wer ihr erster Skilehrer war, ob sie heuer schon beim Skilaufen war? Rosi beantwortete alle Fragen“, ist im Isar-Loisachboten zu lesen.

Nach der Autogrammstunde besichtigte Mittermaier mit Hans Reiser und ein paar Mitarbeitern die Skiwerkstatt im ersten Stock. „Das war ein recht netter Plausch. Mit der Rosi konnte man sich wirklich gut unterhalten“, erinnert sich der Wolfratshauser. Er tauschte sich mit der Sportlerin zum Beispiel über den Kajaksport aus. „Kajak sei nichts für sie, hat die Rosi mir verraten. Der Schnee war ihr einfach lieber als das Wasser“, erzählt der 82-Jährige und lacht.

Die Rosi war einfach ganz natürlich, eine ganz wunderbare Frau - jeder hat sie gemocht.

Hans Reiser, Seniorchef vom Sportgeschäft Reiser

Getroffen hat Hans Reiser die berühmte Skifahrerin seither zwar nicht mehr. Doch an das besondere Ereignis in seinem Sportgeschäft denkt er bis heute gerne zurück. „Die Rosi war einfach ganz natürlich, eine ganz wunderbare Frau, ein Star zum Anfassen – jeder hat sie gemocht“, schwärmt er.

Anfang des Jahres wurden Rosi Mittermeier und ihr Ehemann Christian Neureuther zu Ehrenbürgern von Garmisch-Partenkirchen ernannt.

kof

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