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Ob Hochschule, Campus oder weiterführende Schule - das ist im Moment noch zweitrangig. 

Nächstes interkommunales Projekt

Eine Hochschule für das Mittelzentrum 

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Wolfratshausen - Noch ist es nur ein vage Idee, aber sie hat Potenzial: Die Rede ist von einer Hochschule der Städte Wolfratshausen und Geretsried. „Diesen Gedanken sollte man unbedingt weiter verfolgen“, findet der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller. 

Den Stein ins Rollen gebracht hat der Wolfratshauser Bürger Heinz Wensauer. Bereits als Helmut Forster noch Bürgermeister von Wolfratshausen war, warb er für eine solche Einrichtung – erfolglos. Als es um die künftige Nutzung der ehemaligen Landwirtschaftsschule ging, äußerte er seine Idee erneut. In der Landwirtschaftsschule ist jetzt die Fachschule für Heilerziehungspflege untergebracht. „Nicht ganz das, was ich wollte, aber immerhin“, sagt Wensauer. Im Zuge der Debatten um das gemeinsame Bad entstand bei ihm schließlich die Hoffnung, dass seine Vorstöße mehr Gehör finden könnten, wenn sie auf einer breiteren Basis stehen. Also holte der Rentner Teile der Geretsrieder und der Wolfratshauser CSU ins Boot – und stieß auf offene Ohren.

Das Mittelzentrum hat Entwicklungspotenzial

„Ob man es Campus oder Hochschule oder weiterführende Schule nennt, ist derzeit noch völlig egal“, sagte Geretsrieds Rathauschef Michael Müller auf Nachfrage unserer Zeitung. „Fest steht: Ich sehe ein starkes Entwicklungspotenzial für das Mittelzentrum, ich sehe einen starken Schub durch die S-Bahn.“ Man müsse sich daher Gedanken machen, wie man die weitere Entwicklung beider Städte fördern kann. „Und da gibt es natürlich auch noch andere Varianten als Wohnen und Gewerbe“, betont Müller. Der Rathauschef räumt ein, dass es noch nichts Konkretes gebe und dass man über ein Projekt spreche, dessen Realisierung 20 oder auch 30 Jahre dauern könnte. „Die Idee, die hier im Raum steht, unterstütze ich aber gerne.“ Es seien auch schon mehrere Gespräche geführt worden.

Wegen der Verkehrsentwicklung ist Schnelligkeit geboten

Müller schwebt vor, im nächsten Schritt zusammen mit Vertretern der Stadt Wolfratshausen die Flächenentwicklung auszuloten. Erst dann könne man sagen, was wo möglich wäre. Diese Gespräche müssten Müller zufolge aber bald geführt werden. „In Geretsried steht in den nächsten fünf bis sieben Jahren die Frage der B 11-Verlegung an. Damit hängen die Verkehrsentwicklung insgesamt, die Anbindung und die Flächenentwicklung eng zusammen.“

Auch in Wolfratshausen ist man durchaus aufgeschlossen

Ähnlich positiv äußert sich Günther Eibl, Fraktionssprecher der Wolfratshauser CSU. „Das ist eine tolle Idee und würde die Chance bieten, nachhaltig junge Menschen in die Region zu bringen.“ Im Sinne des Mittelzentrums sei es wichtig, nicht nur bis zur nächsten Wahl zu denken, sondern weit darüber hinaus. „Wir sollten da dran bleiben und das Ganze in absehbarer Zeit in die Gremien bringen.“

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