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Freuten sich über die gelungene Lesung: (v. li.) Melanie Eidler von der Buchhandlung Rupprecht, die Fantasy-Autorin Julie Heiland und Andrea Poloczek von der Stadtbücherei Wolfratshausen.  

Fantasy-Autorin zu Gast

Eine Lesung zum Thema Liebe

Die Fachschaft Deutsch des Gymnasiums St. Matthias hat immer schon wichtige und interessante Autoren eingeladen. Jetzt war Fantasy-Autorin Julie Heiland zu Gast - und zog ihre Zuhörer in den Bann. 

Waldram – In einen Musentempel verwandelte sich die Aula von St. Matthias am vergangenen Donnerstag: Eine junge Frau im bodenlangen Kleid betrat die Bühne und zog für zwei Stunden Jung und Alt, Schüler und Lehrer, in ihren Bann – sowohl mit ihrem Text als auch mit ihrer frischen, bescheidenen Art. Andrea Poloczek, die scheidende Leiterin der Stadtbücherei Wolfratshausen, machte sich und der Schule ein Abschiedsgeschenk und hatte Schriftstellerin Julie Heiland mit ihrem neuen Buch „Pearl – Liebe macht sterblich“ zur Lesung eingeladen.

Die Fachschaft Deutsch mit ihrem Sprecher Manfred Ingerl kann auf eine jahrzehntelange Tradition von Lesungen zurückblicken. Ingerl ließ zur Begrüßung einige davon Revue passieren: Gertrud Fussenegger, Fanny Morweiser, Thomas Meinecke, Joseph von Westphalen, Friedrich Brandl, Albert von Schirnding, Tilman Röhrig, Reiner Kunze und viele andere waren schon in Waldram zu Gast.

In dieser Reihe folgte nun Fantasy-Autorin Julie Heiland. Sie bot eine Kostprobe ihres vierten Romans „Pearl“, der eine neue Variante der Suche nach der echten, ewigen Liebe thematisiert, und zog damit sowohl junge Zuhörer als auch ältere Semester in ihren Bann. „Die restlichen gut 200 Seiten sollt Ihr selbst lesen – das Ende wird nicht verraten“, schloss die 26-Jährige ihre Lesung und entließ in die Pause, in der die Schüler den Büchertisch der Buchhandlung Rupprecht umlagerten. Zahlreiche Exemplare gingen über den Tresen, die die Autorin signierte.

Julie Heiland hatte in Bad Tölz Abitur gemacht, dann studierte sie Journalistik

Nach der Pause waren die Schüler mit ihren Fragen kaum zu bremsen. Sie wollten wissen, wie die Autorin zum Fantasy-Genre fand, wie sie zu ihren Themen, ihren Stoffen kommt, wie sie ihre Figuren entwickelt und vieles mehr. Geduldig, fröhlich und gewitzt beantwortete Heiland die Fragen und plauderte offen aus dem Nähkästchen des Verlagswesens sowie über die Rolle von Literaturagenten und Lektoren. Nur über die Höhe der Honorare bewahrte sie Stillschweigen. „Ich hatte unheimlich Glück, dass ich gleich eine Roman-Trilogie unterbrachte – und dann noch bei einem so tollen Verlag wie S. Fischer mit seiner fantastischen Fantasy-Abteilung“, gestand sie bescheiden. Nach ihrem Abitur am Tölzer Gymnasium hatte Heiland Journalistik studiert sowie eine Schauspiel- und Rhetorik-Ausbildung absolviert.

„Schreiben war von Kindheit an meine Leidenschaft“, sagte Heiland. „Es ist ein unglaubliches Glück, dass ich damit so großen Erfolg habe und davon leben kann.“ Auch einen Lebenstraum hat sich die 26-Jährige damit schon erfüllt. Sie reise für ihr Leben gern; für ihr neues Buch, das in Venedig spielt, recherchierte sie ausgiebig in der Lagunenstadt. „Ich komme gerne wieder“, sagte Heiland zum Schluss ihrer Lesung. Über dieses Angebot freuten sich sowohl Lehrer als auch Schüler. Dieter Klug

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