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„Hashtag mit großer Bedeutung“: Die DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen und deren Mitstreiter setzen sich für den Bau eines Lehrschwimmbeckens in der Loisachstadt ein.

Stadtrat wird spätestens im November entscheiden

„Einmalige Chance“: Das fordern die Wasserretter in Wolfratshausen

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Die DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen lässt nicht locker: Die Wasserretter pochen auf den Bau eines Schwimmbeckens - und haben nun weitere Unterstützer ins Boot geholt.

  • Die DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen macht sich für den Bau eines Lehrschwimmbads stark.
  • Die Kapazitäten des neuen interkommunalen Hallenbads reichen laut DLRG nicht aus.
  • Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner begrüßt die Initiative.

Wolfratshausen – Unter dem sogenannten Hashtag „#SchwimminWOR“ ruft der DLRG-Ortsverband Schäftlarn-Wolfratshausen zur Unterstützung auf. Die Wasserretter pochen auf den Bau eines neuen Lehrschwimmbeckens in der Flößerstadt. Gemeinsam mit dem Elternbeirat der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg hat die DLRG jetzt einen „Nutzungsvorschlag“ erarbeitet. Dieser Vorschlag, das berichtet Vereinsvorsitzender Robert Klingel in einer Pressemitteilung, sei bei den Stadträten „weitgehend auf offene Ohren gestoßen“.

Die Errichtung eines Lehrschwimmbeckens im Rahmen der geplanten Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg sehen wir als einmalige Chance für Wolfratshausen, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen dürfen.“

Robert Klingel, Vorsitzender der DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen

Mit ins Boot geholt hat die DLRG nach eigenen Angaben inzwischen nicht nur den Elternbeirat, sondern auch die Volkshochschule (Vhs) und die Reha-Sport-Gemeinschaft Wolfratshausen. „Die Errichtung eines Lehrschwimmbeckens im Rahmen der geplanten Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg sehen wir als einmalige Chance für Wolfratshausen, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen dürfen“, stellt Klingel fest. Denn: „Die Kapazität des neuen interkommunalen Hallenbades in Geretsried wird bei Weitem nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken.“

Lehrschwimmbad würde rund 3,9 Millionen Euro kosten

Wie berichtet wird die Generalsanierung und Erweiterung der Hammerschmiedschule laut aktuellem Stand rund 60 Millionen Euro kosten. Eine Summe, die die Stadt nicht stemmen kann. Der Stadtrat will spätestens im November entscheiden, welche Module aus dem Mammutprojekt gestrichen werden müssen, auf den Prüfstand kommt auch das Lehrschwimmbecken. Dies würde mit rund 3,9 Millionen Euro zu Buche schlagen.

„Viele Ideen der potenziellen Nutzer wurden in das Nutzungskonzept eingearbeitet“, so DLRG-Ortsvorsitzender Klingel. Dazu zählen Kursangebote der Vhs sowie Ausbildungszeiten für ehrenamtliche Wasserretter. Nicht zu vergessen die Ausbildung des „pädagogischen Personals der Schulen“, sprich der Lehrer, die Schwimmunterricht geben müssen. Klingel verspricht Unterstützung: „Die DLRG bildet seit Jahren unter anderem pädagogisches Fachpersonal sowie die Wasserretter der Wolfratshauser Feuerwehr zu Rettungsschwimmern aus.“

Das Bad wäre laut DLRG „gut ausgelastet“

Mit einem Lehrschwimmbecken könnten nach Überzeugung Klingels Wolfratshauser Schülern erweiterte Bildungsangebote zugänglich gemacht werden: „Möglich wäre etwa der Qualifizierende Abschluss im Fach Schwimmen.“ Darüber hinaus könnten Bundesjugendspiele im Schwimmen angeboten werden, so Klingel mit Hinweis auf die Grundschule Oberhaching. Dort werde das „Musterbeispiel“ durch eine Kooperation zwischen der Schule und der DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen „seit Jahren mit großem Erfolg“ praktiziert.

Ein grober Belegungsplan zeige, dass das Bad „gut ausgelastet wäre“. Vormittags stehe es den Schulen zur Verfügung, spätnachmittags, abends und am Wochenende den Vereinen. Nach ersten Gesprächen „mit vier von sechs im Stadtrat vertretenen Parteien und politischen Gruppierungen sind wir sehr zuversichtlich“, bilanziert Klingel. Er sei optimistisch, „dass die großen finanziellen Hürden übersprungen werden können“. Der DLRG-Chef räumt ein, dass es das neue Bad nicht zum Nulltarif geben wird: „Ein angemessener und fairer Beitrag für die Nutzung des Lehrschwimmbeckens ist unumgänglich. Das war bisher im Ascholdinger Bad so und wird auch in Zukunft so sein.“

Entscheidung fällt der Stadtrat spätestens im November

Bürgermeister Klaus Heilinglechner nimmt die positiven Signale aus dem Kreis der Stadträte „mit Wohlwollen“ zur Kenntnis. „Die Bürgervereinigung und ich haben den Bau eines neuen Lehrschwimmbeckens schon immer favorisiert“, sagt der Rathauschef im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ein Lehrschwimmbecken ist wirklich notwendig.“

Aber: Die beschlossene Generalsanierung und Erweiterung der Hammerschmiedschule „steht unter dem Eindruck des Haushalts.“ Bekanntermaßen schmälern die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie die Einnahmen der Kommune. „Die Entscheidung“, so Heilinglechner, trifft letztendlich der Stadtrat.“ cce

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