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Da passt viel rein: Der Semat 1500 aus dem Besitz der Wolfrathauser Feuerwehr hat ein Fassungsvermögen von 1500 Litern – daher auch der Name. Die 2 steht für Bayern, die 9 für die Sondergröße und die 01 für die Tatsache, dass es der erste seiner Art ist. Unser Foto zeigt Armin Pawliczek (li.) und Albert Metsch von den Wolfratshauser Flughelfern beim jüngsten Tag der offenen Tür der Wolfratshauser Feuerwehr. 

Löscharbeiten am Walchensee

Einzigartiges Gerät im Einsatz

Wolfratshausen – Den Neujahrstag hat sich die Flughelfergruppe der Freiwilligen Feuerwehr anders vorgestellt. Aber sie hat ein Gerät, das es in Bayern nur ein einziges Mal gibt – und das beim Löschen dringend gebraucht wurde.

„Nachts gegen drei Uhr wurden wir alarmiert“, berichtet Albert Metsch, Leiter der Flughelfergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen. Am Jochberg wurde schnell klar, dass eine Brandbekämpfung aus der Luft das einzig Sinnvolle ist. Und genau dafür hat die Flughelfergruppe spezielles Gerät zur Verfügung. Die Rede ist von so genannten Außenlastbehältern. Diese werden mit Löschwasser – in diesem Fall aus dem Walchensee – gefüllt und von Hubschraubern an den Brandort geflogen.

In Windeseile wurden alle fünf in Wolfratshausen stationierten Außenlastbehälter an die Einsatzstelle gebracht. Darunter auch der „Semat 1500“, ein Prototyp, den es in Bayern nur ein einziges Mal gibt. Der Feuerwehr Wolfratshausen gelang es Ende 2014, den ursprünglich als Anschauungsobjekt für eine Messe hergestellten Außenlastbehälter zu erwerben. Die spektakuläre Anschaffung erweist sich bei dem Einsatz am Jochberg als sehr wichtig.

„Anspruchsvolles Unterfangen“

Denn: Durch sein Fassungsvermögen von 1500 Litern ist der Semat 1500 kompatibel mit dem Hubschrauber der Bundespolizei, dem so genannten Super Puma. Die anderen Außenlastbehälter der Flughelfergruppe sind für diesen Hubschraubertyp weniger geeignet. „Mit dem Semat 900 müsste für die gleiche Menge Wasser öfter geflogen werden. Und der Semat 5000 ist definitiv zu schwer“, so Metsch. Die Hubschraubereinsätze werden von 14 Flughelfern aus sechs Landkreisfeuerwehren – sieben davon aus Wolfratshausen – unterstützt. Weitere Hilfestellung kommt von den Kameraden der Wasserwacht Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen. „Die Befüllung der Außenlastbehälter mit Wasser aus dem Walchsensee ist ein anspruchsvolles Unterfangen“, sagt Wasserwacht-Einsatzleiter Gabriel Hartl. „Wir stehen hier auf Bereitschaft, damit wir eingreifen können, falls ein Hubschrauber notwassern muss.“  

sh

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