Unwetterwarnung für München und Teile Oberbayerns: Nicht ins Freie gehen!

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Profis am Werk: Bei der Eisrettungs-Übung der DLRG auf dem Harmatinger Weiher kam der nagelneue aufblasbare Eisrettungsschlitten zum Einsatz.  

DLRG Schäftlarn-Wolfrathausen probt den Ernstfall 

Eisrettung auf dem Harmatinger Weiher

Es war  ideales Trainingsgelände für zehn Helfer der DLRG: Am Harmatinger Weiher übten sie eine  Rettung aus dem Eis.

Schäftlarn/Wolfratshausen Das Wetter kam für die DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen wie bestellt: Ein Hochdruckgebiet über Skandinavien sorgte mehrere Tage lang für teils zweistellige Minusgrade. Zumindest die kleineren Seen in der Region froren zu. Mit den milderen Temperaturen am Wochenende wurde das Eis brüchig – ein ideales Trainingsgelände für zehn Helfer der DLRG, um auf dem Harmatinger Weiher die Rettung von eingebrochenen Personen zu üben. Da das Eis am Samstag noch zehn Zentimeter dick gewesen war, habe man mit dem Pickel noch etwas nachhelfen müssen, berichtet Ortsgruppen-Vize Mathias Feichtbauer. „So konnte der Übungspatient auch tatsächlich einbrechen.“ Unter den Augen vereinzelter Spaziergänger fischten die Retter den „Verunglückten“ schnell und professionell aus dem Wasser.

Doch darauf sollten es Spaziergänger und potenzielle Schlittschluhläufer aktuell gar nicht erst ankommen lassen. „Witterungsbedingt besteht derzeit absolute Lebensgefahr beim Betreten von Eisflächen“, warnt Feichtbauer. Insbesondere an bewachsenen Randbereichen und nahe von Abflüssen könne man sehr schnell ins eiskalte Wasser einbrechen. „Sich selbst zu befreien ist dann sehr schwierig und kräftezehrend.“

Im Ernstfall ist eine schnelle Erste Hilfe nötig. Die DLRG rät, einer eingebrochenen Person eine Leiter, einen langen Ast oder ähnliches zu reichen, um sie damit herauszuziehen. Die Retter sollen sich dabei am besten liegend auf dem Eis bewegen, um ihr Gewicht zu verteilen. Parallel dazu soll der Notruf 112 erfolgen, denn „eine Unterkühlung kann lebensgefährlich sein“, sagt Feichtbauer. peb

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