Menschen auf dem Eis in Wolfratshausen
+
Die Wolfratshauser Eiszeit geht in eine neue Runde.

Veranstaltungen im Corona-Jahr

Gibt es eine Eiszeit 2020? Wolfratshauser Kulturausschuss hat entschieden

Wegen der Corona Pandemie werden viele Veranstaltungen abgesagt. Nun hat der Wolfratshauser KLulturausschuss entschieden, ob die beliebte Eiszeit stattfinden kann.

Wolfratshausen – Seit drei Jahren ist die Eiszeit an der alten Floßlände eine Erfolgsgeschichte. 7570 Menschen drehten zuletzt ihre Runden auf dem kalten Geläuf an der Loisach. Wegen der Corona-Pandemie stand die vierte Auflage, die im Dezember starten sollte, auf mindestens so wackligen Füßen wie Anfänger bei ihren ersten Schritten auf dem Eis: Die Kommune erwartet einen deutlich geringeren Ansturm – und damit ein höheres Defizit. Die Bewirtung mit Glühwein und Bratwurst an einer Feuertonne müsste deutlich abgespeckt werden, weshalb „viele ortsansässige Gastronomen nicht bereit sind, ein Catering anzubieten“, wie die Verwaltung mitteilt.

Der Kulturausschuss entschied sich dennoch dafür, die Veranstaltung auch in diesem Jahr auszurichten. „Die Eiszeit war bislang ein Erfolg und interessant für Kinder, Jugendliche und Familien“, betonte Dr. Manfred Fleischer (Wolfratshauser Liste). „Wir sollten alles probieren“. Auch Jugendreferentin Jennifer Layton (Grüne) sprach sich dafür aus: „Gerade die Jungen sind Leidtragende der Pandemie, weil so viel abgesagt werden muss. Für sie ist die Eiszeit ein Highlight, und es wäre zu schade, wenn das nicht stattfinden würde.“ Maximilian Schwarz (Bürgervereinigung) äußerte „volles Vertrauen in das Kulturamt, dass wir eine schöne Zeit haben und alle geltenden Infektionsschutzmaßnahmen beachten können“.

SPD/FDP-Fraktionssprecher Fritz Meixner musste lange abwägen und sich „schweren Herzens dagegen aussprechen“. Abstandsregeln seien auf dem Eis nicht einzuhalten, Körperkontakt kaum vermeidbar, „und neben dem Risiko bedeutet die Organisation dieses Jahr einen viel größeren Aufwand“ sowie ein hohes Defizit. Fraktionskollege Manfred Menke fügte an: „Gerade ist oberstes Gebot, dass der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden kann.“ Einen potenziellen Hot-Spot auf dem Eis wolle er vermeiden. „Es ist keine leichte Entscheidung“, betonte Rathauschef Klaus Heilinglechner. Das zeigte die knappe Abstimmung (6:4)   dst

Auch interessant

Kommentare