Eine Eislauffläche
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Wintervergnügen an der alten Floßlände in Wolfratshausen: Eine „Eiszeit“ wird’s 2020/21 am Loisachufer nicht geben. Die Entscheidung fällte Bürgermeister Klaus Heilinglechner in Rücksprache mit den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen.

Im letzten Winter kamen gut 7500 Besucher

„Eiszeit“ in Wolfratshausen: Die Entscheidung ist gefallen

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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In den vergangenen Wochen hat die Stadt Wolfratshausen alles unternommen, um die „Eiszeit“ 2020/21 an der alten Floßlände zu retten. Jetzt hat der Bürgermeister eine Entscheidung getroffen.

Wolfratshausen – Schlechte Nachrichten für alle Schlittschuhläufer und Eisstockschützen: Die Stadt Wolfratshausen hat die „Eiszeit“ an der alten Floßlände am Freitagmorgen endgültig abgesagt. „Schweren Herzens“, betont Marlene Schretzenmaier von der Stabsstelle Stadtmanagement, Kultur, Wirtschaft und Touristik. Bürgermeister Klaus Heilinglechner habe die Entscheidung in Abstimmung mit den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen getroffen.

Verantwortung für Gesundheit der Bürger hat Vorrang

In den vergangenen Wochen sei unter dem Eindruck der Corona-Pandemie intensiv „an einer durchführbaren Konzeption für die künstliche Eislauffläche“ gearbeitet worden, bilanziert Schretzenmaier. „Das Hygienekonzept wurde ständig an die aktuellsten Regelungen angepasst.“ Zudem sei ein Online- Ticket-System aufgebaut worden – nicht zuletzt „auch eine schlüssige Infrastruktur.“ Doch unterm Strich musste die Kommune vor dem Virus kapitulieren. Schretzenmaier: „Die aktuelle Entwicklung mit steigenden Fallzahlen und die Verantwortung für die Gesundheit eines jeden einzelnen Bürgers“ habe zu der „konsequenten und logischen“ Entscheidung geführt. Rathauschef Heilinglechner und die Fraktionssprecher seien sich in diesem Punkt einig gewesen. Schon heute stehe aber fest, dass „an einer möglichen Wiederauflage im nächsten Jahr festgehalten wird“, erklärt Schretzenmaier.

Im Winter 2019/20 sausten gut 7500 Kufenflitzer übers Eis

Die „Eiszeit“ im Winter 2019/2020 lockte mehr als 7500 Besucher an die alte Floßlände. Erst vor wenigen Wochen hatte sich der Kulturausschuss des Stadtrats mit 6:4 Stimmen für eine künstliche Eisfläche am Loisachufer im kommenden Winter ausgesprochen. Seinerzeit hatte der Sprecher der SPD/FDP-Fraktion, Fritz Meixner, bereits Bedenken angemeldet. „Schweren Herzens“ sagte er Nein, denn: Abstandsregeln seien auf dem Eis nicht einzuhalten, Körperkontakt kaum vermeidbar, „und neben dem Risiko bedeutet die Organisation dieses Jahr einen viel größeren Aufwand“ sowie ein mutmaßlich hohes finanzielles Defizit.  (cce)

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