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Hoffen auf Tempo 30: Die Familie Seecker überreichte im Namen des Elternbeirats zusammen mit Christina und Anton Durchner von der Kita Kolibri eine Unterschriftenliste an Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (re.).

Unterschriftenliste übergeben

Eltern wollen Tempo 30

Wolfratshausen – Die Eltern der Kinderkrippe Kolibri sind das Verkehrschaos leid. Beim Bringen und Abholen ihrer Kinder in der Einrichtung am Hans-Urmiller-Ring komme es immer wieder zu gefährlichen Verkehrsmanövern.

„Wir haben deshalb eine Unterschriftenliste für Tempo 30 im Bereich der KiTa bei Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller abgegeben“, berichtet die Krippen-Leiterin Christina Durchner. Auch der Elternbeirat der Einrichtung halte die Einführung einer solchen Regelung für sinnvoll. „Eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde die Sicherheit der Kinder, der Eltern und der Angestellten deutlich verbessern“, ergänzte Durchner. Die Autos, die mit 50 und mehr Stundenkilometern an der Krippe vorbeirasen, „stellen eine Gefahr dar“. Hinzu komme, dass das Parken am Hans-Urmiller-Ring auf beiden Straßenseiten erlaubt ist. „Das erschwert die Sicht beim Herausfahren vom Parkplatz.“

Fritz Schnaller räumt im Gespräch mit unserer Zeitung ein, dass die Stelle problematisch ist: „Die Eltern tun sich dort sehr schwer. Die Ein- und Ausfahrt ist nicht übersichtlich.“ Es gäbe also durchaus ein Risiko für die Eltern beim Hol- und Bringverkehr. „Ich kann den Wunsch der Krippe nachvollziehen“, sagt der stellvertretende Rathauschef. Aber: „Es gibt viele Stellen in Wolfratshausen, die unübersichtlich sind.“ Schnaller gab die Unterschriftenliste an Bürgermeister Klaus Heilinglechner weiter. Außerdem regte er einen Ortstermin an der Kolibri-Krippe mit Vertretern des Elternbeirates und der Polizei an. „Dann können wir uns unterhalten, welche Möglichkeiten es dort gibt.“ Allerdings vermutet er: „Einfach wird das nicht.“

Der Leiter der Wolfratshauser Polizeidienststelle kommentiert die Unterschriftenliste nicht: „Ich kann zu dem Anliegen noch nicht viel sagen.“ Allerdings deutet Werner Resenberger an, dass Bewegung in die Sache kommen könnte: „Vielleicht gibt es bald eine neue bundesweite Verordnung zum Thema Geschwindigkeit an Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen.“ Dann, so Resenberger, könnten die Eltern gute Chancen haben, dass sich das Verkehrsproblem verbessert.

dst

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