Viele bunte Weihnachtsgeschenke liegen nebeneinander.
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An Weihnachten freut sich jeder über hübsch verpackte Geschenke. (Symbolbild)

Lesestoff für die Weihnachtsfeiertage

Empfehlungen für Jung und Alt: Tipps für Bücher unterm Baum

Noch auf der Suche nach einem Geschenk? Ein Buch ist immer eine gute Idee. Buchhändler und Büchereileiter haben gute Tipps parat.

Wolfratshausen/Geretsried – Wenige Tage vor Heiligabend fällt es vielen Menschen siedend heiß ein: Es fehlen noch einige Päckchen, die man seinen Lieben unter den Baum legt. Die Buchhandlungen und Büchereien der Region empfehlen einige literarische Werke, die – online beim Buchhändler um die Ecke bestellt – nicht nur als Last-Minute-Geschenk Freude bereiten.

Silke Vogel ist bei einer Lektüre tief in die Goldenen Zwanziger eingetaucht: Das Buch „Die letzte Geliebte“ von Christof Weigold, das im Hollywood der 1920er-Jahre spielt, hat die Leiterin der Wolfratshauser Stadtbücherei in ihren Bann gezogen. „Neben dem Kriminalfall erfährt man viel aus der Historie und recherchiert nebenbei darüber, wie es vor 100 Jahren wirklich zugegangen ist“. Das Buch biete einen „spannenden Einblick“ und sei für jeden erwachsenen Bücherfan geeignet. Jüngere Leser „ab der dritten oder Klasse“ könnten sich Vogel zufolge über die skurrile und humorvolle Freundschaftsgeschichte der „Bone-Buddies“ freuen. Autorin Annette Roeder, „die in der Region lebt“, erzählt kurzweilig eine Geschichte, „die wahnsinnig nett zu lesen ist“, so Vogel.

Etwas älter ist die Fangemeinde des Buchs „Sie mussten nach links gehen“ von Monica Hesse. Leichte Kost ist der 448 Seiten starke Schmöker nicht. Die Geschichte spielt im Frühjahr 1945 und erzählt von der Suche eines jüdischen Mädchens namens Zofia nach ihrem Bruder. Eine Besonderheit der Story: Sie „spielt zu einem Großteil in Föhrenwald, dem heutigen Waldram“, sagt Sarah Ulbrich von der Geretsrieder Buchhandlung Osiander. Die ergreifende Geschichte, die für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet ist, „ist also auch regional interessant“.

Erwachsene Leser könnten laut Ulbrich bei Ben Myers „Offene See“ in neue Welten eintauchen. „Die Natur und die Landschaft werden so eindrücklich beschrieben, dass man sie sofort vor sich sehen kann“, sagt die Buchhändlerin über die „sehr schöne, berührende Geschichte“. In der Geretsrieder Osiander-Filiale werden Bestellungen entgegengenommen und innerhalb Geretsrieds geliefert. „Wer früh genug anruft, kriegt sein Wunschbuch auch bis Heiligabend“, sagt Ulbrich. Möglicherweise könnten jedoch zwei Werktage nötig sein.

Die Geschichte von drei Paaren, die sich im Urlaub kennenlernen und ins Visier der Polizei geraten, nachdem zwei junge Mädchen verschwunden sind, empfiehlt Anne Hofbauer. Der Krimi „Die Lügen der Anderen“ von Mark Billingham wird in der Wolfratshauser Buchhandlung Rupprecht für 10,99 Euro angeboten. Ein weiterer Tipp der Filialleiterin Hofbauer: Das Jugendbuch „Erebos“ von Ursula Poznanski, das die Vereinnahmung junger Menschen durch Online-Rollenspiele zeigt – und die Gefahr, die sich ergibt, wenn die Spiele-Entwickler etwas Böses im Schilde führen.

Der Leiter der Stadtbücherei Geretsried, Björn Rodenwaldt, hat vor allem „für hart gesottene Thriller-Fans“ eine tolle Empfehlung: „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek. Der deutsche Bestseller-Autor zeichnet die Geschichte einer Frau, die einen speziellen Service anruft, den Frauen nutzen können, wenn sie auf ihrem Weg nach Hause Angst bekommen. „Doch dieses Gespräch ist anders“, sagt Rodenwaldt.

Politisch interessierte Leser könnten sich freuen, wenn sie „WUT“ von Ben Woodward unter dem Weihnachtsbaum finden. Laut CNN zeigt das Buch „mit Trumps eigenen Worten einen Präsidenten, der das öffentliche Vertrauen und die grundlegenden Verantwortungen seines Amtes verrät.

Dominik Stallein

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