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Spart bereits Energie ein: Die Beleuchtung des Walserstegs ist schon mit LED-Technik ausgestattet. 

Betriebe bekommen Fragebogen

Energiekonzept für Wolfratshausen kostet 40.000 Euro

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Wolfratshausen - Das Motto lautet Energie und Geld sparen: Die Stadt Wolfratshausen lässt sich für 40 000 Euro einen Nutzungsplan erstellen. Die Betriebe bekommen Fragebogen.

Deutschland will seinen CO2-Ausstoß bis 2050 um mindestens 80 Prozent senken und den Anteil an erneuerbaren Energien bis 2035 auf bis zu 60 Prozent erhöhen. Bis zu diesem Jahr will der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umstellen. Die Stadt Wolfratshausen will dazu beitragen, dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, und lässt sich einen Energienutzungsplan erstellen. Dieser soll konkretisieren, welche Möglichkeiten zum Einsparen von Energie es auf städtischer Ebene gibt.

Die Stadt hatte sich im Rahmen des BayINVENT-Förderprogramms des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie für die Förderung der Erstellung eines Energienutzungsplans beworben. Inzwischen ist der Förderbescheid eingegangen und das Institut für Systemische Energieberatung (ISE) der Hochschule Landshut mit der Erarbeitung des Konzepts beauftragt worden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

Bereits im April des vergangenen Jahres hatte sich der Stadtrat die Grundzüge eines Energienutzungsplans von Dr. Petra Denk vorstellen lassen, Professorin am ISE. Ihr zufolge werden sowohl private Haushalte als auch städtische Liegenschaften unter die Lupe genommen. Im Kern gehe es darum, den Energieverbrauch zu analysieren und zu eruieren, wo auf welche Weise Energie – und damit Geld – eingespart werden kann. Die Palette reicht laut der Physikerin und Betriebswirtschaftlerin vom Umstellen der Straßenbeleuchtung über Photovoltaikanlagen und Wärmenetze bis hin zur Untersuchung des Potentials für Geothermie, Biomasse sowie Sonnen-, Wind- und Wasserenergie.

Auch lokale Akteure sollen in die Erarbeitung dieser Energiestrategie einbezogen werden, also Gewerbe, Industrie, der Stadtrat sowie eine eigens zu gründende Steuerungsrunde und ein Projektteam. Bis der Energienutzungsplan fertig ist, wird es etwa neun Monate dauern. 40 000 Euro sind dafür im Haushalt eingeplant.

Die Stadt weist darauf hin, dass für die Erstellung des Plans zunächst eine umfangreiche Datenermittlung erforderlich ist. „Je exakter und genauer diese Datengrundlage ist, umso aussagekräftiger wird der zu erarbeitende Energienutzungsplan der Stadt Wolfratshausen am Ende sein.“ Soweit es zulässig ist, werden die erforderlichen Daten direkt bei den betreffenden Energieversorgern abgefragt. Es wird aber trotzdem, vor allem bei einigen Gewerbe- und Industriebetrieben, notwendig sein, zusätzliche Daten zu erheben. In diesem Falle wird sich das ISE mit den betroffenen Betrieben zunächst über einen Fragebogen in Verbindung setzen. „Für Ihre Mithilfe im Rahmen der Erstellung des Energienutzungsplanes bedanken wir uns schon jetzt recht herzlich“, heißt es in der Pressemitteilung.

fla

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