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Gut in Form: Claudia Lichtenberg sieht Chancen auf einen Podiumsplatz beim Giro d’Italia. 

Profi-Radsport

Entscheidung am Mortirolo

Wolfratshausen - Claudia Lichtenberg fährt beim Giro d’Italia der Frauen stark und hat das Podium im Visier.

Ein Zeitfahren und zwei anspruchsvolle Bergetappen: Von lockerem Einrollen konnte beim Giro d’Italia der Frauen am Auftaktwochenende keine Rede sein. Und auch die vierte Etappe am Montag – eigentlich ein flacher Abschnitt – hatte es in sich: „Es war extrem windig, und das Feld fuhr sehr hektisch. Trotzdem hat alles gut geklappt“, sagt Claudia Lichtenberg. Die 30-Jährige beendete den Tag im Hauptfeld, zeitgleich mit Tagessiegerin Chloe Hosking aus Neuseeland. „Alles in allem war es eine problemlose Etappe.“

Problemlos, das passt zu Lichtenbergs bisherigem Abschneiden beim wichtigsten Etappenrennen im Frauen-Profiradsport: Momentan liegt sie im Gesamtranking auf Platz fünf. 36 Sekunden liegen zwischen ihr und der aktuell führenden Evelyn Stevens (USA). Dass sie in Form ist, bewies die Wolfratshausern vor allem am Sonntag, als eine kurze Bergankunft auf dem Programm stand und sie Sechste wurde. „Da habe ich gesehen, dass ich auf dem Niveau der Weltspitze bin“, sagt die Bergspezialistin, die erst auf den letzten Metern etwas Zeit verlor. „Die Top Vier hatten etwas mehr Kraft bergauf, aber es war nur ein kurzer Anstieg. An den richtig langen Bergen kann es wieder anders aussehen“, hofft Lichtenberg.

Um ihre Podiumsambitionen zu untermauern, will sie auf den kommenden Etappen konstant in der Spitze mitmischen. Eine Vorentscheidung im Kampf um die Gesamtwertung könnte am Mittwoch fallen. „Dann steht der berüchtigte Mortirolo auf dem Programm, einer der steilsten Anstiege im Profiradsport überhaupt.“ In Hinblick auf das dortige Rennen erwartet die 30-Jährige eine „Mischung aus Freude und Angst. Auf der einen Seite kenne ich den Berg aus dem Training, auf der anderen Seite weiß ich, dass die zwölf Kilometer sehr schmerzhaft werden.“ Am Dienstag erwartet die Fahrerinnen beim Giro aber eine Flachetappe: Über 98,5 Kilometer geht es von Costa Volpino nach Lovere, die Mortirolo-Etappe am Mittwoch führt über 77,5 Kilometer von Grosio nach Tirano.  

Werner Müller-Schell

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