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So stellt sich der Burgverein den Erlebnispfad vor: Der bestehende Walderlebnispfad (blau) und die bestehenden Wege (schwarz) müssten für den Rundkurs um ein kleines Stück (rot) erweitert werden. Die Spaziergänger sollen an mehreren markanten Punkten vorbeikommen und sich informieren. Am Durchgang zum ersten Wall (1) soll es um die Ungarneinfälle gehen, am Äußeren Tor (2) um die Hauptburg. Weiter geht es über den Gedenkstein mit Aussicht und Bank (3) und die Station Weidachmühle (4) zur kleinen Brücke über die Wasserführung (5). Über die kleine Holzbrücke über den ersten Graben (6) erreichen die Besucher eine 20 Meter lange Palisade auf dem Wall (7).

Burg-Erlebnispfad kommt gut an

So soll die Wolfratshauser Burg wieder erlebbar werden

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Wolfratshausen – Der Burgverein hat ein Konzept „zur Erschließung und Erlebbarmachung des Bodendenkmals Wolfratshauser Burg“ erarbeitet. Fast allen Mitgliedern des Kulturausschusses gefällt das Projekt. Doch bevor die Kommune eine Finanzspritze aufzieht, muss der Verein noch viele Fragen beantworten.

Der Burgverein um seinen Vorsitzenden Torsten Sjöberg hat ein ehrgeiziges Ziel. Er möchte etwas visualisieren, das am 7. April 1734 durch eine gewaltige Explosion quasi in alle Winde verstreut worden ist: die Wolfratshauser Burg. Heute erinnert allein ein Gedenkstein auf dem Bergrücken über den Dächern der Flößerstadt an das einst imposante Bauwerk. Seit gut zwei Jahren arbeitet der Burgverein an einem Konzept, das Vergangene erlebbar zu machen. Am Donnerstagabend stellte Sjöberg das Vorhaben im Kulturausschuss vor. Dreh- und Angelpunkt ist ein mit Schautafeln gespickter Erlebnispfad, der den Spaziergängern die Burggeschichte näher bringen soll. Sjöberg ist überzeugt davon, dass das Projekt den Tourismus ankurbeln und die Innenstadt beleben wird. Summa summarum wird die Umsetzung laut Burgverein 300 000 Euro kosten. 50 bis 60 Prozent der Investitionskosten könnte – Stichwort Leader-Programm – die Bayerische Staatsregierung übernehmen. Weitere bis zu 20 000 Euro erwartet der Verein vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Voraussetzung ist jedoch, dass die Stadt Wolfratshausen die Kofinanzierung von 150 000 Euro zusagt. Erst dann kann der Verein die besagten Förderungen beantragen.

„Wir stecken in einem Dilemma“, urteilte CSU-Stadtrat Peter Plößl. Grundsätzlich sei das Projekt begrüßenswert – doch um 150 000 Euro bereitzustellen, „kennen wir zu wenige Details“. Ähnlich äußerte sich Dr. Ulrike Krischke (Bürgervereinigung). Ihrer Fraktion „gefällt das Projekt“, so Krischke, „doch viele Sachen sind nicht geklärt“. Sie wies unter anderem darauf hin, dass das Gelände im Außenbereich und damit in einem baurechtlich betrachtet schwierigen Terrain liege. Für Roswitha Beyer (SPD) ist ein Burg-Erlebnispfad „nice to have“, aber eben kein Muss. Beyer plädierte dafür, nicht „für teures Geld auf fremden Grundstücken“ im Bergwald zu bauen, sondern die Historie der Burg in der Altstadt zu dokumentieren. Und: Laut Kulturleitbild habe sich die Kommune den Themen internationale Flößerstadt sowie „Filmkulisse für Hubert und Staller“ verschrieben. Darauf sollte man sich konzentrieren, denn: „Von der Burg gibt’s nichts mehr zu zeigen“, ergo müsse niemand „da raufklettern“.

Rathauschef Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) stellte fest: „Ich unterstütze das Projekt“, von dem er sich einen zusätzlichen touristischen Effekt verspreche. Aber auch der Bürgermeister sieht „noch offene Fragen“. Er stellte dem Burgverein in Aussicht, dass der Stadtrat im September eine Entscheidung fällen könnte. Voraussetzung: Die im Gremium vertretenen Fraktionen übermitteln Stadträtin Krischke ihre Fragen zum Projekt, die dann gebündelt dem Burgverein zur Beantwortung übergeben werden sollen.

Renate Tilke (CSU) erinnerte daran, dass auch der Verein „Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald“ einen vom Stadtrat entwickelten Zehn-Punkte-Katalog erfüllen musste, bevor ein Zuschuss bewilligt wurde. Wie berichtet hat die Stadt vor einigen Tagen die erste Rate der zugesagten 500 000 Euro überwiesen.

cce

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