Ein Großaufgebot an Polizei rückte am Mittwochnachmittag zum wiederholten Mal zur Gemeinschaftsunterkunft an der heimgartenstraße aus. Dort war ein Streit eskaliert.
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Ein Großaufgebot an Polizei rückte am Mittwochnachmittag zum wiederholten Mal zur Gemeinschaftsunterkunft an der Heimgartenstraße aus. Dort war ein Streit eskaliert.

Zwei Bewohner leisten Widerstand – Zahlreiche Polizeistreifen im Einsatz

Erneuter Tumult in der Gemeinschaftsunterkunft

  • vonPeter Borchers
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Eine große Zahl an Polizeikräften musste am Mittwoch zur Asylbewerberunterkunft an der Heimgartenstraße ausrücken. Dort war ein Streit zwischen Heimbewohnern, Sicherheitsdienst und Heimleitung ausgebrochen.

Wolfratshausen – Die Gemeinschaftsunterkunft von Asylbewerbern an der Heimgartenstraße ist am Mittwochnachmittag zum wiederholten Mal Schauplatz von tumultartigen Szenen geworden. Zahlreiche Polizeistreifen mussten ausrücken, um die Lage dort unter Kontrolle zu bekommen. Gegen zwei Bewohner laufen mittlerweile Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte beziehungsweise wegen des tätlichen Angriffs auf Polizisten.

„Aus einem nichtigen Grund“, so Steffen Frühauf, stellvertretender Leiter der Wolfratshauser Polizeiinspektion, in einer Pressemitteilung, hatte sich gegen 14.30 Uhr ein lautstarker Streit zwischen mehreren Bewohnern der Unterkunft, dem Sicherheitsdienst vor Ort und der Heimleitung entwickelt. Letztere alarmierte schließlich die Polizei und bat um Unterstützung.

Beim Eintreffen der Beamten habe sich ein 24-jähriger Heimbewohner beharrlich geweigert, seine Personalien anzugeben, berichtet Frühauf. Als die Polizisten den Mann in Gewahrsam nehmen wollten, leistete er Widerstand. Seine 25-jährige Lebensgefährtin eilte ihm zu Hilfe und musste zurückgehalten werden. Dabei biss sie einem Polizeibeamten in den Finger. „Da der Polizist einen Handschuh trug, blieb der Biss ohne Folgen“, so Frühauf weiter. Das Einsatzgeschehen sei im Übrigen von mehreren Einsatzkräften mit Body-Cam aufgezeichnet worden. Das Paar – mittlerweile überwältigt und gefesselt – brachten Beamte in die Wolfratshauser Dienststelle. Dort gaben beide schließlich auch ihre Personalien preis.

Da die 25-Jährige über Rückenschmerzen klagte, begleiteten Beamte sie in die Wolfratshauer Kreisklinik. Dort untersuchten Ärzte die Frau. Ihren Freund entließ die Polizei ebenfalls in Freiheit, nachdem seine Personalien erfasst waren. In der Zwischenzeit hatten Streifenbesatzungen der Operativen Ergänzungsdienste Murnau, der Grenzpolizeiinspektion Murnau, der Polizeiinspektion Geretsried, der Polizeidienststelle Weilheim und eine Gruppe der Bereitschaftspolizei aus Königsbrunn die erhitzten Gemüter in der Gemeinschaftsunterkunft beruhigt.

peb

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