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Großer Auftritt: Drei Mädchen führten die Besucher durch den erweiterten Hort an der Bahnhofstraße. 

Kinder-und Jugendförderverein schafft neues Hort-Angebot

Eröffnung des neuen Horts in Wolfratshausen: Kinder übernehmen die Führung

90 Kinder haben im neuen Hort an der Bahnhofstraße in Wolfratshausen Platz.  Zur Eröffnung führten die Schulkinder höchstpersönlich durch ihre neuen Räume. 

Wolfratshausen – Seit Anfang des Schuljahres gibt es einen neuen Hort in der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Bahnhofstraße. Dieser Tage feierte der Kinder- und Jugendförderverein die Eröffnung der erweiterten Einrichtung. Und weil sich niemand so gut in dem Hort auskennt, wie die Schulkinder selbst, übernahmen drei Mädchen die Führung durch die Räumlichkeiten.

„Hier können wir klettern oder an der Stange turnen“, sagte die neunjährige Laura und deutete auf die Holzleitern an der Wand im Bewegungsraum. „Die Jungs spielen hier drinnen am liebsten Fußball.“ Wenn die Mädchen und Buben aus der Schule am Hammerschmiedweg kommen, haben sie aber erst einmal Hunger. In einem großen Raum stehen Tische und Stühle, daneben ein Tischkicker und ein kindgerechter Billardtisch „Wir können hier auch Brettspiele, wie Mensch-ärgere-dich-nicht, oder Karten spielen“, erzählt Viviane (8).

In der neuen Einrichtung finden insgesamt 90 Kinder Platz. Bis zu den Sommerferien war dort eine Gruppe von 34 Schulkindern untergebracht. Durch den Auszug einer Wohngruppe für minderjährige Flüchtlinge entstand Platz für eine Erweiterung. Heute stehen den Kindern verschiedene Spielmöglichkeiten zur Verfügung: Es gibt eine kleine Küche – „wo vor allem die Mädels von uns spielen“ (Lina) und einen Bau- und Kreativraum – „da sind die meisten Jungs“. Auch in Bastelecken und einem Lernzimmer können sich die Kinder selbstständig beschäftigen. „Die Räume sind so konzipiert, dass kein Erzieher dabei sein muss, sondern der Raum selbst schon den Rahmen vorgibt“, erklärte Hort-Leiterin Maria Harrer das offene Prinzip der Einrichtung.

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Innerhalb weniger Monate hatte der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) das Angebot geschaffen. KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner lobte die Zusammenarbeit und das Ergebnis: „Das ist eine Spitzenleistung aller Beteiligten.“ Mit Ausgaben von rund 220 000 Euro für die Kommune habe der Verein „über 50 Plätze zu einem Schnäppchenpreis geschaffen“ und eine drohende „Betreuungskatastrophe“ abgewehrt. Bürgermeister Klaus Heilinglechner bescheinigte dem KJFV-Chef gute Arbeit: „Die herausragende Stellung im Bereich der Kinder- und Jugendbetreuung haben wir Fritz Meixner und dem KJFV zu verdanken.“  

dst

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