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Grüß Gott in Wolfratshausen: Erol Sander gastiert an diesem Freitag in der Loisachhalle. 

„Man ist viel näher am Publikum dran“

Erol Sander in der Loisachhalle: Inspektor Craddock ermittelt

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An Freitag, 5. Januar, wird Erol Sander in der Loisachhalle zu sehen sein. Der bekannte Schauspieler stellt einen Inspektor namens Craddock dar – und zwar in dem Stück von Agatha Christie „Ein Mord wird angekündigt“. Wir haben vorab mit ihm gesprochen.

Wolfratshausen – Die Ankündigung des Gewaltverbrechens ist ein wenig bizarr, denn sie erscheint in der örtlichen Tageszeitung. Und tatsächlich: Als in einer Abendgesellschaft auf „Little Paddocks“ für einen kurzen Moment das Licht ausfällt, fällt ein Schuss, und ein Mann ist tot. Die zufällig anwesende Miss Marple löst den Fall, zusammen mit Inspektor Craddock. 

-Dem breiten Fernsehpublikum sind Sie als Mehmet Özakin von der Mordkommission Istanbul bekannt. In Wolfratshausen spielen Sie in der Loisachhalle den englischen Kommissar Inspektor Cradock. Was ist Craddock für ein Typ?

Craddock ist sowohl gewieft als auch tollpatschig mit einer Portion Humor.

-Wie geht Inspektor Craddock damit um, dass nicht er, sondern die altjungferliche Miss Marple den Mordfall aufklärt?

Nun, das kann man so nicht sagen, es ist wie im Theater – eben eine Teamarbeit, sie lösen den Fall gemeinsam.

-Was ist für Sie das Reizvolle an dem Agatha-Christie-Stück „Ein Mord wird angekündigt“ und an der Regie von Jörg Herwegh?

Die Kombination aus Humor, verbunden mit großen, schnellen Texten, und dem Rollenspiel der einzelnen Figuren, eben das Zusammenspiel aller Künstler: Das macht das Stück so reizvoll und herausfordernd.

-Als Kommissar ist man meist der Gute, der einen Fall aufklärt – und die Welt ist wieder in Ordnung, jedenfalls für eine Weile. Spielen Sie lieber die Guten oder die Bösen?

Das kommt ganz auf die Rolle an, ich spiele beides gern.

-Sie wirken überwiegend in TV- und Filmproduktionen mit, bisher waren es in Ihrer Karriere etwa 90. Was macht für Sie den Reiz des Theaters aus? Kommen Sie bei all den TV-Engagements noch zum Theaterspielen?

Nun, beim Dreh kannst du Fehler machen und die Szene wird solange wiederholt, bis alles perfekt ist. Im Theater, live auf der Bühne, bekommt man keine zweite Gelegenheit. Hast du was verbockt, würdigt es das kritische Publikum entsprechend. Genau das macht die Anspannung, den Reiz für den Künstler aus. Man ist viel näher am Publikum dran und spielt nicht nur für es, sondern mit ihm. Theater zu spielen war ein großer Wunsch von mir. Terminlich ist es alles eine Frage der Organisation.

-Sie haben viele Preise bekommen, vom Publikumspreis „Bester Schauspieler“ des Bauer Verlags bis zum deutsch-türkischen Freundschaftspreis. Gibt es einen, der Ihnen besonders viel bedeutet?

Besonders viel bedeutet mir der Preis „Gesundheitsmann 2012“, da er wirklich für eine wichtige Sache steht, eben die Vorsorgeuntersuchungen gegen Darmkrebs. Ich kann nur jedem raten, zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.

Unsere Zeitung

hat im Dezember fünf Mal zwei Tickets für das Agatha-Christie-Stück „Ein Mord wird angekündigt“ verlost. Zur Erinnerung: Gewonnen haben Angelika Weber (Icking), Martha Hott (Wolfratshausen), Gertrud Ozelat (Geretsried), Edith Rasp (Egling) und Gabi Riedl (Eurasburg). Die Eintrittskarten sind der Abendkasse hinterlegt, den Ausweis bitte mitbringen. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. Tickets gibt es an diesem Freitag noch im Bürgerbüro oder an der Abendkasse in der Loisachhalle.

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