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Auf der Erfolgswelle schwimmen die Initiatoren der Surfwelle. Um das Projekt zu verwirklichen, müssen sie allerdings aus eigener Kraft 60 000 Euro aufbringen. 

Surfwellen-Verein hat sich gegründet 

Erst Geld sammeln, dann bekommt Wolfratshausen künstliche Surfwelle auf Loisach

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Eine künstliche Surfwelle auf der Loisach in Wolfratshausen: Das ist das erklärte Ziel von Stefanie und Marcus Kastner sowie ihrer Mitstreiter. Viele Hürden haben die Initiatoren des Projekts bereits genommen – nun kommt der Faktor Geld ins Spiel.

Wolfratshausen– Wellenreiten auf einem Nebenarm der Loisach in Weidach: Wer diese kühne Idee in die Tat umsetzen will, braucht viel Idealismus und noch mehr Geduld. Stefanie und Marcus Kastner verfügen über beides – und haben mittlerweile wie berichtet zahlreiche Wolfratshauser für das Projekt Surfwelle gewonnen. Nicht zuletzt Rathauschef Klaus Heilinglechner und die Stadträte.

„Viele Bürger glauben, dass die Stadt uns immer wieder ausbremst – das Gegenteil ist der Fall“, sagt Stefanie Kastner im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit der Kommune an der Seite sei es bereits gelungen, zahlreiche Hürden zu nehmen. Auch der Betreiber des privaten Wasserkraftwerks am potenziellen Hotspot habe inzwischen signalisiert, dass er mit ins Boot steige „und mit uns gemeinsam an einer für alle verträglichen Lösung arbeiten möchte“, berichtet Kastner. Vor einigen Tagen ist im Wirtshaus Flößerei formell ein Verein gegründet worden („Surfing Wolfratshausen“) – denn es steht viel Arbeit an, die auf mehrere Schultern verteilt werden soll. Vereinsvorsitzende ist Stefanie Kastner,Vize-Vorsitzender ihr Mann Marcus.

Die aktuell größte Herausforderung ist die Finanzierung der Surfwelle. Rund 320 000 Euro wird das Vorhaben laut Stefanie Kastner kosten, 160 000 Euro erhofft man sich vom sogenannten Leader-Programm der EU. Eine erste Rückmeldung sei positiv gewesen, so die 46-Jährige. Gibt’s tatsächlich Fördermittel, stellt die Stadt Wolfratshausen weitere 100 000 Euro zur Verfügung. 60 000 Euro muss der Surfwellen-Verein selbst sammeln.

In einem ersten Schritt werden nun große Unternehmen in der Region um eine Finanzspritze gebeten, berichtet Kastner. Eine Zusage liegt bereits vor, mehr wollen die Surfwellen-Initiatoren und Bürgermeister Heilinglechner erst am kommenden Montag in einem Pressegespräch im Rathaus verraten.

Schritt Nummer zwei: Durch eine Crowdfunding-Aktion mit der Raiffeisenbank Isar-Loisachtal soll zusätzliches Geld in die Kasse kommen. „Wir würden uns wünschen, dass das Ganze ein Gemeinschaftsprojekt von möglichst vielen Beteiligten und Fans wird“, sagt Kastner. Diejenigen, die spenden möchten, bekommen auf der Homepage (surfing-wolfratshausen.de) alle Infos sowie Kontaktdaten – und von der Vereinsvorsitzenden den Hinweis: „Es sind zunächst verbindliche Spendenzusagen.“ Geld fließt erst, wenn die Umsetzung des Projekts konkret wird. „Zuvor müssen wir noch unter anderem die Haftungsfrage und Naturschutzbelange klären.“

Wer in puncto Surfwelle stets auf dem aktuellen Stand bleiben möchte, dem empfiehlt die Waldramerin Kastner einen Blick auf die Facebookseite „Surfen in Wolfratshausen“. Die hat derzeit knapp 2000 Fans.

Charity-Party im D’Amato

Für kommenden Samstag, 24. Juni, sind alle Surfwellen-Freunde aufgerufen, zur „Charity-Party“ ins Wolfratshauser D’Amato (Schützenhaus an der Geltinger Straße) zu kommen. Tickets zum Preis von acht Euro (inklusive Begrüßungsgetränk) gibt es vorab in der Cafeteria der Kreisklinik Wolfratshausen oder an der Abendkasse. Für die Musik sorgen DJ Mannok und DJ Zero B, in einem Tombola-Topf liegen attraktive Gewinne. Extra für die „Charity-Party“ hat Gastronom Michel Amato einen „Surfs-Up“-Cocktail kreiert. Der Erlös der Veranstaltung wird zur Finanzierung des Surfwellen-Projekts verwendet.

Lesen Sie hier: Das sind die Surferwellen in München und Umgebung.

Die besten Geschichten aus Wolfratshausen posten wir auch auf der Facebookseite „Isar-Loisachbote“. 

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