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Werben für die Welle: Stefanie und Marcus Kastner informieren den Stadtrat über den Stand der Dinge.

Es gibt noch Informationsbedarf

Nach Stadtrat-Debatte um Surfwelle: So reagiert der Verein 

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In der jüngsten Stadtratsitzung beklagten einige Räte fehlende Informationen zur geplanten Surfwelle. Bürgermeister Heilinglechner und der Verein „Surfing Wolfratshausen“ reagieren nun. 

Wolfratshausen – Die auf einem Nebenarm der Loisach in Weidach geplante künstliche Surfwelle löste in der jüngsten Stadtratssitzung eine kontroverse Debatte aus. Die Vertreter des Vereins „Surfing Wolfratshausen“ haben nun am kommenden Dienstagabend die Gelegenheit, den Stand der Dinge im Stadtrat zu präsentieren.

320.000 Euro wird die Installation der künstlichen Welle voraussichtlich kosten. 100.000 Euro kommen von der Kommune, sofern zwei Bedingungen erfüllt sind: 160.000 Euro fließen aus dem Leader-Programm der EU in die Flößerstadt, und 60.000 Euro muss der im vergangenen Jahr gegründete Verein „Surfing Wolfratshausen“ auf den Tisch legen. Um EU-Fördermittel zu bekommen, hat der Stadtrat zugesagt, die Wartung sowie den Unterhalt der Unterwasserkonstruktion zu bezahlen – 15 Jahre lang etwa 5000 Euro jährlich. Der Beschluss fiel einstimmig aus, allerdings hatten CSU und SPD zuvor ein Informationsdefizit moniert. CSU-Fraktionschef Günther Eibl interessieren primär die haftungsrechtlichen Belange sowie ein Parkplatz- und WC-Konzept. Ähnlich sieht’s der Fraktionssprecher der SPD, Fritz Meixner: „Ein Business- und Bieslplan fehlen.“

Verein wird Betriebskonzept vorstellen

Auf Einladung von Bürgermeister Klaus Heilinglechner, bekennender Anhänger des Surfwellen-Projekts, bekommt der Verein nun die Möglichkeit, den Stadtrat noch einmal über den Stand der Dinge zu informieren. „Wir werden unser Betriebskonzept präsentieren“, sagt Vize-Vorsitzender Marcus Kastner. 20 Minuten Redezeit habe der Rathauschef dem Verein eingeräumt. „Wir haben gemerkt, dass es noch Informationsbedarf gibt“, räumt Kastner im Gespräch mit unserer Zeitung ein.

Auskünfte soll in der öffentlichen Sitzung (18 Uhr, Rathaus) auch der Dritte Vorstand und Kassierer des Vereins, Andreas Kämmerer, geben. Wie berichtet hat der Verein von den verlangten 60.000 Euro bereits rund 45.000 Euro durch verschiedene Spendeninitiativen gesammelt. Knapp 21.000 Euro kamen allein durch eine Crowdfunding-Aktion mit der Raiffeisenbank Isar-Loisachtal in Wolfratshausen zusammen. Weitere 5000 Euro spendete die Geretsrieder Firma Brumaba.

„Wir werden nicht bei Adam und Eva anfangen“

„Wir werden am Dienstag nicht bei Adam und Eva anfangen“, sagt Kastner. Ausgangspunkt für den 20-Minuten-Vortrag sei die Gründung des Vereins „Surfing Wolfratshausen“ am 29. Mai vergangenen Jahres. Offiziell vorgestellt hatten Stefanie und Marcus Kastner ihre Idee der städtischen Tourismusbeauftragten Gisela Gleißl im Mai 2013. Gleißl sowie der damalige Bürgermeister Helmut Forster reagierten positiv – im November 2013 entschieden die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Jugend, Sport und Soziales einstimmig: Das Projekt wird weiterverfolgt. Noch im selben Jahr gab die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Das Ergebnis war unterm Strich positiv, dasselbe galt für den Ausgang der Gespräche mit dem Kraftwerksbetreiber in Weidach.

In puncto Haftung bestätigt Marcus Kastner eine Aussage von Stadträtin Annette Heinloth (Grüne): „Wenn wir die Welle als Verein betreiben, übernehmen wir auch die Haftung.“ Der Vize-Vorsitzende ist überzeugt, „dass wir dem Stadtrat am Dienstag ein schlüssiges Betriebskonzept vorstellen“. 

Infos im Internet unter www.surfing-wolfratshausen.de

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