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Surfen wie am Eisbach: Ob die Welle in Weidach gebaut wird, bleibt die Entscheidung des Stadtrats.

Stadt Wolfratshausen bekommt 335.000 Euro Zuschuss

EU prüft geplante Surfwelle in Wolfratshausen: So lautet das Urteil

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Bereits zum zweiten Mal hat der verlängerte Arm der EU die in Wolfratshausen geplante Surfwelle bewertet. Es geht um 335.000 Euro Fördermittel.

Wolfratshausen/Bad Tölz Die im Wolfratshauser Stadtteil Weidach geplante künstliche Surfwelle wird vom Leader-Programm der Europäischen Union (EU) gefördert. Das ist das Ergebnis der Sitzung der 16-köpfigen Leader-Aktionsgruppe (LAG) im Landkreis am Montagabend in Bad Tölz. Nach den Worten von Dr. Andreas Wüstefeld, LAG-Manager am Tölzer Landratsamt, wird die Surfwelle mit knapp 335 000 Euro bezuschusst.

Bei der Bewertung durch die LAG bekam das Projekt – wie schon im März 2018 – eine Spitzennote: „31 von 33 möglichen Punkten“, so Wüstefeld am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Er betont, dass die Beurteilung „kein Schönheitswettbewerb ist“: Begutachtet werde primär: Entspricht das Vorhaben dem regionalen Entwicklungskonzept? Eine Frage, die die LAG einhellig mit Ja beantwortet habe.

„Das Surfwellen-Projekt hat sich ja gegenüber März 2018 inhaltlich nicht verändert“, stellt Wüstefeld fest. Nachdem die voraussichtlichen Kosten inzwischen von rund 400 000 auf knapp 800 000 Euro gestiegen sind, hatte die Stadt Wolfratshausen ihren Leader-Antrag wie berichtet zurückgezogen und für die LAG-Sitzung am Montag einen überarbeiteten zur Entscheidung vorgelegt.

Nun ist die Kommune am Zug. Sie muss den Leader-„Gutschein“, den sie jetzt in Händen hält, bis spätestens 17. September dieses Jahres beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim einlösen. Alle weiteren Entscheidungen blieben selbstredend dem Stadtrat vorbehalten, schränkt Wüstefeld ein. Er zitiert den Vorsitzenden der Leader-Aktionsgruppe, Bad Heilbrunns Bürgermeister Thomas Gründl: „Er hat am Montag betont, dass es nicht unser Job ist, Politik zu machen, sondern ein Projekt zu bewerten.“ Im Fokus würden dabei die Vernetzung, die Nachhaltigkeit, die Wertschöpfung sowie die Bürgerbeteiligung stehen.

Bislang hatte die LAG der Flößerstadt 282 000 Euro für die Surfwelle in Aussicht gestellt. Dass es nun 53 000 Euro mehr geworden sind, hat zwei Gründe: Zum einen die laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner „aktualisierte“ Kostenberechnung. Unter dem Strich stehen jetzt 796 514 Euro statt 675 000 Euro brutto – inklusive eines finanziellen Sicherheitspuffers, so der Wolfratshauser Rathauschef gegenüber unserer Zeitung. Zum anderen lag mehr Geld im Leadertopf, weil sich ein Vorhaben der Stadt Geretsried vorläufig zerschlagen hat. Sie zog ihren Förderantrag für eine geplante Radwegunterführung an der Staatsstraße 2369 – auf Höhe des Breslauer Wegs – zurück. cce

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