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European Championships: Straßenradrennen der Frauen führt am Sonntag durch Wolfratshausen

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Von: Peter Borchers

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Die Titelverteidigerin: Marta Bastianelli gewann bei der Erstauflage der European Championships 2018 Gold. Die Italienerin startet auch am Sonntag, wenn es unter anderem durch Wolfratshausen geht. Frühschoppen am Marienplatz Halteverbot und Straßensperren
Die Titelverteidigerin: Marta Bastianelli gewann bei der Erstauflage der European Championships 2018 Gold. Die Italienerin startet auch am Sonntag, wenn es unter anderem durch Wolfratshausen geht. Frühschoppen am Marienplatz Halteverbot und Straßensperren © Glasgow 2018 via Getty Images

Das Straßenradrennen der Frauen bei den European Championships führt am Sonntag durch Wolfratshausen. Die Stadt begleitet das Spektakel mit Events.

Wolfratshausen – Die European Championships in und um München, Europameisterschaften in neun Sportarten, entfachen 50 Jahre nach den Spielen in der Landeshauptstadt neue olympische Begeisterung unter den Sportfans. Zu sehen und spüren war das am Sonntag auch in Geretsried und Eurasburg, beides Stationen des Straßenradrennens der Männer. Am kommenden Sonntag, 21. August, ermitteln die Frauen ihre Europameisterin – und rasen dabei – geplante Durchgangszeit etwa 13.20 Uhr – auch über die Wolfratshauser Marktstraße, bevor sie sich den Berg hinauf auf der Bundesstraße 11 in Richtung München quälen.

Frühschoppen am Marienplatz

Die Stadt beteiligt sich an dem Spektakel mit verschiedenen Events. Von 11.30 bis 13 Uhr treffen sich Bürger und Sportfans beispielsweise zum Frühschoppen am Marienplatz. Die Stadtkapelle unterhält die Gäste musikalisch. Die kulinarische Verpflegung übernimmt das Gasthaus Humplbräu. Entlang der Marktstraße werden zwei Stelzenläufer vor und nach dem Rennen stolzieren. Im Rathausinnenhof soll eine Hüpfburg für Kinder aufgestellt werden. „Dort wird die W-11-Fahrradwerkstatt auch Workshops und einen Rad-Parcours für Kinder anbieten“, kündigt Andreas Kutter aus dem Referat Stadtmarketing an.

Radprofis müssen 130 Kilometer bewältigen

Natürlich hoffen die Sportlerinnen auf Unterstützung. Knapp 130 Kilometer und rund 800 Höhenmeter müssen sie vom Start in Landsberg am Lech bis zum Ziel am Münchner Odeonsplatz bewältigen. Den genauen Streckenverlauf samt dem berechneten Zeitplan kennt Tony Lechner „mittlerweile auswendig“. Der Verkehrsexperte der Wolfratshauser Inspektion beschäftigt sich aus polizeilicher Sicht seit Tagen mit den Vorbereitungen auf den Rennabschnitt im Landkreis. Laut dem Hauptkommissar wird das Peloton von Seeshaupt kommend um 12.59 Uhr in St. Heinrich erwartet. „Von dort fahren die Frauen weiter über Weidenkam und Degerndorf, dort bei der Heutrocknungsanlage hinunter zur Staatsstraße 2370, und auf der unter dem Autobahnzubringer hindurch in Richtung Wolfratshausen.“ In der Loisachstadt wartet auf die Fahrerinnen nach der Passage vom Schwankl-Eck durch den Markt nochmals eine Herausforderung: die 100 Höhenmeter auf den Serpentinen hinauf in Richtung Icking.

Für Fans, die die Sportlerinnen anfeuern wollen, hier die weiteren berechneten Durchgangszeiten: Degerndorf 13.10 Uhr, Ortseingang Wolfratshausen 13.17 Uhr, Ortsende Wolfratshausen 13.21 Uhr und Icking 13.27 Uhr. Den Landkreis und damit den Zuständigkeitsbereich der Wolfratshauser Polizei verlässt der Pulk gegen 13.32 Uhr. „Es kommt natürlich auf den Rennverlauf an“, sagt Lechner. Er rechnet jedoch nicht damit, dass die Athletinnen „bei einem Ein-Tages-Rennen bummeln“. Die Männer seien sogar ein paar Minuten früher dran gewesen als angenommen. Der Polizeihauptkommissar verweist darauf, dass im Bereich Unter-/Obermarkt zwischen Bahnhofstraße und Schwankl-Eck bereits seit letzter Woche Halteverbote aufgestellt sind „und das Parken komplett verboten ist“. Man solle sich bitte an die Beschilderung halten, mahnt Lechner. „Wenn wir am Renntag morgens feststellen, dass dort noch Fahrzeuge stehen, werden wir leider handeln müssen.“

Halteverbot und Straßensperren

Die erwähnten Streckenabschnitte im Landkreis sind jeweils schon rund 30 Minuten vor dem Eintreffen der Fahrerinnen für sämtlichen Verkehr gesperrt. Das übernehmen die Wolfratshauser Polizei mit Fremdkräften und die örtlichen Feuerwehren. Lechner: „Da fährt dann kein Auto, kein Radfahrer mehr, und da geht dann auch kein Fußgänger mehr.“ Geöffnet wird wieder, sobald das Schlussfahrzeug der Rennleitung durch ist.

Die Topografie der Strecke ist insgesamt nur leicht wellig. Und da zum großen Showdown in München 13 Kilometer auf einem Rundkurs durch die Innenstadt zu fahren sind, dürfen sich den Radsport-Experten zufolge vor allem die Sprintspezialistinnen im Feld gute Medaillenchancen ausrechnen. Fürs deutsche Team an den Start gehen Franziska Brauße, Romy Kasper, Lisa Klein, Franziska Koch, Mieke Kröger, Liane Lippert, Lea Lin Teutenberg und Lisa Brennauer. Letztere hat vergangene Woche auf der Bahn bereits EM-Gold und -Silber geholt – und 2018 in Glasgow Bronze auf der Straße.

peb

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