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Abriss ja oder nein? Die Zukunft des Isar-Kaufhauses beschäftigt den Bauausschuss am Mittwoch.

Zugpferd auf 900 Quadratmetern

Ex-Isar-Kaufhaus: Kommt jetzt der Komplettabriss?

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Wolfratshausen – Es ist ein weiterer Versuch, dem alten Isar-Kaufhaus neues Leben einzuhauchen: Der Bauausschuss diskutiert am kommenden Mittwoch, 7. September, einen Antrag auf Vorbescheid.

Besitzerin Angela Scheller möchte das altehrwürdige Gebäude am Untermarkt abreißen sowie an seiner Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus errichten lassen. Sämtliche Versuche in diese Richtung waren bisher am Denkmalschutz gescheitert.

Für Dr. Harald Mosler, der die Immobilieneigentümerin juristisch vertritt und ein Flächenkonzept für das seit mehr als dreieinhalb Jahren leer stehende Gebäude ausgearbeitet hat, ist ein Komplettabriss jedoch die einzig sinnvolle Lösung. „Das Isar-Kaufhaus ist in seiner Bausubstanz nicht wirtschaftlich erhaltbar“, sagt der Wolfratshauser Rechtsanwalt. „Ohne Abriss geht es nicht.“ Mosler betont, dass er eine Gruppe von namhaften Investoren um sich versammelt habe, die bereits in den Startlöchern stehen. Ziel ist es, auf 900 Quadratmetern im Erdgeschoss die einzige ebenerdige, zusammenhängende Ladenfläche dieser Größe an Ober- und Untermarkt zu schaffen sowie diese an ein „Zugpferd“ zu vermieten. Interessenten gebe es einige, betont Mosler, unter anderem Bio-Märkte und die Bekleidungskette H&M. Wer auch immer dann einzieht, soll Kundschaft anlocken, von der dann wiederum auch die anderen Geschäfte im Markt profitieren sollen. Im ersten Stock könnten Praxen und Büros entstehen, darüber Wohnungen. Sein Konzept, betont Mosler, basiere auf der Prämisse, dass das Stadtbild sich nicht verändern soll. „Die Fassaden würden wieder genauso aufgebaut wie vorher, einen Unterschied würde man kaum erkennen.“

Ob sein Konzept eine realistische Chance hat, hängt maßgeblich von der Sitzung am Mittwoch und der Stellungnahme des Landratsamts ab. Als es unter Federführung des Wolfratshauser Immobilienmaklers Carlheinz Bartsch noch um die Planung der „Hugo-Passage“ ging, gab es schon einmal einen ähnlichen Antrag. Damals stimmte zwar der Bauausschuss zu. Das Landratsamt legte jedoch sein Veto ein. Demnach dürfen die Gebäudeteile mit den Hausnummern 7 und 9, der ehemalige Getreidestadel und die einstige Knabenschule, dem Erdboden gleichgemacht werden. Die Hausnummer 11, das frühere Seifensiederhaus, darf zwar entkernt werden. Fassade, Dach, Rückwand sowie die Wand zum Dr.-Happ-Gassl hin sind jedoch tabu.

Dr. Harald Mosler wird am Mittwoch auf der Empore des Sitzungssaals Platz nehmen und gespannt abwarten. „Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie gehen mit. Oder das Thema ist für uns vom Tisch.“

fla

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