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Was vom Kaufhaus übrig blieb: Seit Ende 2012 steht die prominente Immobilie in der Altstadt leer. Der Investor, die Untermarkt 7-11 GmbH, plant den Abriss und den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Stelle. 

Bauausschuss genehmigt Stellplatzregelung 

Ex-Isar-Kaufhaus: „Letzter Mosaikstein“ für einen Neubau

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Alle fünf Jahre alten Wolfratshauser kennen es nicht anders: Das ehemalige Isar-Kaufhaus steht seit Ende 2012 leer. Zwischenzeitlich sind aber Weichen für die Wiederbelebung gestellt worden – zuletzt am Mittwoch in der Sitzung des Bauausschusses.

Wolfratshausen – Für Dr. Harald Mosler, Geschäftsführer der Untermarkt 7-11 GmbH, ist die prominente Immobilie im Herzen der Altstadt längst zu einem „Schandfleck“ verkommen. Um diesen Missstand zu beseitigen, ist die in Grünwald beheimatete GmbH angetreten: Die Projektgesellschaft hat den Gebäudekomplex wie berichtet übernommen, will ihn abreißen und an der Stelle ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichten. Der Wolfratshauser Stadtrat steht hinter dem Vorhaben, das Landratsamt hat einen Vorbescheid genehmigt. Mosler geht derzeit davon aus, dass die Kreisbehörde auch dem ihr vorliegenden Bauantrag zustimmt – und der Untermarkt 7-11 GmbH den Baubescheid zustellt. „Dann“, sagt Mosler, „können wir umgehend weitermachen.“

Über Klagen von drei Nachbarn noch nicht entschieden

Aber: Noch nicht entschieden hat das Verwaltungsgericht München über die Klagen von drei Nachbarn gegen den positiven Vorbescheid des Landratsamtes. Jurist Mosler ist davon wenig beeindruckt. Der Protest habe das Verfahren bislang „nicht großartig behindert“. Auch auf die Entscheidungsfreudigkeit der Kommunalpolitiker haben die Klagen keinen Einfluss: Am Mittwochabend genehmigten neun von zehn Mitgliedern des Bauausschusses die vom Bauwerber gewünschte Stellplatzregelung. Nur Richard Kugler (parteifrei für die CSU) sagte Nein.

Im Zuge der Bearbeitung des Bauantrags durch das Landratsamt hat sich die Zahl der geplanten Wohnungen laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner von 13 auf 12 reduziert. Die vorgesehene Tiefgarage im Gebäude bietet Platz für 28 Pkw, ist aber gemäß Vorbescheid einem festen Personenkreis (Mieter) zugeordnet. Aufgrund der geplanten Verkaufsfläche sind 48 Stellplätze erforderlich – 28 kann die Untermarkt 7-11 GmbH ebenerdig hinter dem Gebäudekomplex nachweisen. 20 weitere darf der Investor nach dem Beschluss des Bauausschusses ablösen. Das heißt: Pro Parkplatz, der nicht nachgewiesen werden kann, zahlt die GmbH 15 000 Euro. Summa summarum also 300 000 Euro.

Schnaller hofft, dass Investor „endlich loslegen kann“

Es sei „erfreulich“, dass das Projekt an Fahrt aufnehme, sagte Dr. Hans Schmidt (Grüne). Allerdings sei es bedauerlich, dass auf dem Grundstück hinter der alten Happschen Apotheke, das die Stadt der Untermarkt 7-11 GmbH verkauft hat, nun kein Parkdeck, sondern nur ein ebenerdiger Parkplatz gebaut wird. Der Grund: Ein Nachbar hat sich erfolgreich gegen einen zweigeschossigen Baukörper gestemmt.

Dies sei „ein Wermutstropfen“, pflichtete der Fraktionschef der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW), Josef Praller, dem Stadtratskollegen Schmidt bei. Doch unterm Strich stellte Praller eine Verbesserung der Situation fest: Bis Ende 2012 habe der Isar-Kaufhaus-Geschäftsführer Frederik Holthaus „alle Parkplätze abgelöst – nun sind es nur noch 20“.

Der Beschluss zur Stellplatzregelung sei „der letzte Mosaikstein“, den die Kommune zum Projekt beisteuere, stellte Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD) fest. Er hoffe, dass der Investor „endlich loslegen kann“. Ähnlich äußerte sich CSU-Fraktionssprecher Günther Eibl. Die Freiflächengestaltung, die unter anderem einen kleinen Kinderspielplatz im Bereich des Bergwalds vorsieht, sei „sehr gefällig“. Das Stellflächen-Ergebnis sehe die CSU dagegen kritisch – Eibl und seine Fraktionskollegin Claudia Drexl stimmten dennoch der gewünschten Ablösung von 20 Parkplätzen zu.

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