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Das ehemalige Isar-Kaufhaus in der Wolfratshauser Altstadt. Noch dauert das Prüfverfahren an.

Entscheidung lässt auf sich warten

Ex-Isar-Kaufhaus: Wie geht es weiter?

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Wolfratshausen – Die Entscheidung, ob das Ex-Isar-Kaufhaus komplett abgerissen werden darf, hatte die Stadt eigentlich noch im alten Jahr erwartet. Doch das Prüfverfahren dauert an.

Das teilte am Dienstag die Pressesprecherin der Kreisbehörde, Marlis Peischer, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Wie berichtet hatte die Eigentümerin der Gebäude am Untermarkt 7 bis 11, Angela Scheller, beantragt, die gesamte Immobilie abreißen zu dürfen – um es anschließend ensemblegerecht wieder aufzubauen. Der städtische Bauausschuss sagte „Ja“, auch der Historische Verein Wolfratshausen meldete keine Bedenken gegen das Vorhaben an. Das Landesdenkmalamt dagegen plädiert beim Haus Nummer 11, dem ehemaligen Seifensiederhaus, das ans Happ-Gassl grenzt, für den Erhalt der Gebäudehülle. In puncto Abriss und Wiederaufbau, insbesondere der denkmalgeschützten Fassade, macht das Landesamt relativ genaue Vorgaben: Typologie und Kubatur müssen demnach dem prägenden Erscheinungsbild der historischen Bauten angenähert werden.

Seit Dezember, so Landratsamtssprecherin Peischer, prüft die Untere Denkmalschutzbehörde den Fall. Bei der Abwägung würden alle Aspekte berücksichtigt – der Plan des Antragstellers, die Position des Landesamtes für Denkmalschutz und nicht zuletzt der Wunsch, ein attraktives, die Wolfratshauser Altstadt belebendes Gebäude zu schaffen.

Neuer Plan nur bei Komplettabriss umsetzbar

Dieses Ziel verfolgen wie berichtet der Rechtsanwalt Dr. Harald Mosler, der Immobilieneigentümerin Scheller juristisch vertritt, sowie der Architekt Tom Fester. In das 900 Quadratmeter große Erdgeschoss soll ein Frequenzbringer einziehen. Die Rede ist von der Modekette Hennes & Mauritz (H&M) oder einem Biomarkt. Im ersten und zweiten Stock könnten Praxen oder Wohnungen Platz finden, darüber sind Wohnungen vorgesehen. In einer Tiefgarage sollen 28 Stellplätze entstehen. Aber: Der Plan kann laut Mosler nur in die Tat umgesetzt werden, wenn das ehemalige Kaufhaus komplett abgerissen werden darf.

cce

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