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Wie geht es weiter mit dem ehemaligen Isar-Kaufhaus? Das Landesamt für Denkmalschutz spielt für die Beantwortung dieser Frage eine entscheidende Rolle.

Ex-Isar-Kaufhaus

Warten auf das Zugpferd

Wolfratshausen – Vor rund zwei Monaten stimmte der Bauausschuss Abriss und Wiederaufbau des Isar-Kaufhauses zu. Nun wartet die Eigentümerin des Gebäudekomplexes am Untermarkt auf eine Bestätigung vom Landesamt für Denkmalschutz.

Sobald die vorliege, das erläuterte Helmut Forster, Wirtschaftsreferent des Stadtrats in der Monatsversammlung der Bürgervereinigung Wolfratshausen, stünden Interessenten für das denkmalgeschützte Gebäude bereit.

Seit vier Jahren steht das historische Gebäude leer. Für die Innenstadt hat das schwerwiegende Folgen. „Seitdem fehlen wöchentlich rund 600 Kunden“, sagte Bürgervereinigungs-Chef Thomas Eichberger. Für den Markt habe das Gebäude also eine „entscheidende Bedeutung“.

Die Eigentümerin möchte den Komplex abreißen und möglichst originalgetreu wieder aufbauen. Der Haken: Das Gebäude gehört zum denkmalgeschützten Altstadtensemble. Landratsamt und bayerisches Landesamt für Denkmalschutz (BLfD) müssen dem Plan zustimmen.

Wirtschaftsreferent Helmut Forster berichtete: „Einige Interessenten stehen bereits Gewehr bei Fuß.“ Die potenziellen Mieter bezeichnete der ehemalige Bürgermeister als „absoluten Glücksfall“. Wer genau sich für das Gebäude interessiere, sagte Forster mit Verweis auf die Verhandlungen nicht. Nach Informationen unserer Zeitung sind unter anderem ein Bio-Markt und eine Filiale des Bekleidungsriesen Hennes&Mauritz (H&M) im Gespräch. Die Investoren scharren Forster zufolge bereits mit den Hufen. „Sobald der Bescheid da ist, ist man ganz schnell beim Notar.“ Sollte das BLfD einem Abriss zustimmen, „dann geht es wieder aufwärts, richtig aufwärts“, zeigte sich Forster optimistisch.

Einig waren sich alle Anwesenden, dass ein Frequenzbringer in der 800 Quadratmeter großen Verkaufsfläche im Erdgeschoss gebraucht werde. „Da muss ein großer Laden rein“, sagte Peter Ley, Ex-Vorsitzender des Werbekreises, „oder besser zwei“. Auch Walter Daffner möchte einen Kundenmagneten in der prominenten Immobilie sehen. „Am besten ein Geschäft, das viele Sparten abdeckt und langfristig Einkäufer in die Stadt bringt.“

dst

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