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Extraspur: Für Fahrradfahrer hat die Stadt Wolfratshausen zwischen dem S-Bahnhof und der Friedhofskreuzung im Ortsteil Nantwein einen 1,50 Meter breiten Schutzstreifen anlegen lassen.
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Extraspur: Für Fahrradfahrer hat die Stadt zwischen dem S-Bahnhof und der Friedhofskreuzung im Ortsteil Nantwein einen 1,50 Meter breiten Schutzstreifen anlegen lassen. Wer stadtauswärts rollt, muss die Spur benutzen.

Modellprojekt in Kooperation mit der TH Nürnberg

Extraspur: Das müssen Radler und Pkw-Fahrer in Wolfratshausen jetzt beachten

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Die Stadt Wolfratshausen will noch fahrradfreundlicher werden. Mit dazu beitragen soll eine gut 500 Meter lange Extraspur für Radler, die die Kommune hat anlegen lassen.

Wolfratshausen – Es ist ein Modellprojekt: Die Stadt hat auf der Sauerlacher Straße am Mittwoch eine weiß markierte Extraspur für Fahrradfahrer anlegen lassen. Dabei handelt es sich zunächst um ein Provisorium, die Testphase endet am 30. Oktober dieses Jahres. Die Loisachstadt, die sich seit 2018 offiziell „Fahrradfreundliche Kommune“ nennen darf, hatte sich wie berichtet um das Projekt beworben und den Zuschlag bekommen.

Die Technische Hochschule Nürnberg untersucht in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern im Rahmen eines vom bayerischen Verkehrsministerium geförderten Forschungsprogramms die Auswirkungen verschiedener Möglichkeiten der Radverkehrsführung auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen. „Das Ziel ist die wissenschaftliche Erfassung der Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss“, erklärt Rathausmitarbeiter Wolfgang Mucha. Für Wolfratshausen wurde das Modellprojekt eines einseitigen Schutzstreifens an der Sauerlacher Straße ausgewählt. Er beginnt am S-Bahnhof und verläuft stadtauswärts auf der Südseite – entlang der Rosen-Apotheke und der Aral-Tankstelle – bis zum Friedhof im Ortsteil Nantwein. Die Extraspur ist 1,50 Meter breit und zirka 550 Meter lang.

Parkplätze auf der Südseite sind gesperrt

„Im Zuge der Umsetzung des Modellprojektes müssen die Parkplätze auf der südlichen Seite der Sauerlacher Straße aufgrund der beengten Straßenverhältnisse und dem damit nicht mehr gegebenen Sicherheitsabstand gesperrt werden“, betont Mucha. Ganz wichtig außerdem: Auf dem Gehweg auf der Nordseite der Sauerlacher Straße, den sich die bevorrechtigten Fußgänger mit Radfahrern teilen, dürfen Fahrradfahrer ab sofort nur noch stadteinwärts (in Richtung S-Bahnhof) rollen – nicht mehr stadtauswärts in Richtung Pupplinger Au. Die Beschilderung des Gehwegs sei entsprechend geändert worden, berichtet Mucha im Gespräch mit unserer Zeitung. „Stadtauswärts müssen die Radfahrer auf der Sauerlacher Straße den neuen Schutzstreifen benutzen.“

Schon im Juni vergangenen Jahres hatte die städtische Bauamtsleiterin Susanne Leonhard die Markierung der besagten Extraspur angekündigt. Zuvor hatten Fachbehörden wie die Wolfratshauser Polizei, die Kreisbehörde in Bad Tölz und das Staatliche Bauamt in Weilheim dem Vorhaben ihren Segen erteilt. Von dem Gebot, den neuen Schutzstreifen benutzen zu müssen, sind nur Kinder bis zum zehnten Lebensjahr ausgenommen.

Nur wer sich als Radfahrer sicher fühlt, wird das Rad häufig benutzen.“

Sarah Guttenberger, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern.

Für Pkw und Lkw ändert sich im Abschnitt zwischen dem S-Bahnhof und der Kreuzung Sauerlacher Straße/Schießstättstraße/Weidacher Hauptstraße nichts. Laut Leonhard ist die Straße breit genug „für ein gutes Miteinander“, beim Lkw-Begegnungsverkehr sei jedoch Rücksichtnahme das A und O: Die Kapitäne der Landstraße dürfen im Falle des Falles auf den Schutzstreifen ausweichen.

Die Maßnahme ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, die Flößerstadt noch fahrradfreundlicher zu machen, so Mucha. Bilanz ziehen alle Projektbeteiligten nach dem 30. Oktober. Die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern, Sarah Guttenberger, fasst zusammen: „Mit dem Forschungsprojekt sollen Maßnahmen für mehr Fahrradfreundlichkeit und Verkehrssicherheit in den Kommunen evaluiert werden. Nur wer sich als Radfahrer sicher fühlt, wird das Rad häufig benutzen.“

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