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Der Startschuss fällt (v. li.): Diana Eichmüller (Familienförderun g im Landratsamt), die Bürgermeister Hubert Oberhauser (Egling), Moritz Sappl (Eurasburg), Ernst Grünwald (Stellvertreter, Münsing), Margit Menrad (Icking) und Klaus Heilinglechner (Wolfratshausen) sowie Sonja Weißbacher (Familienpaten-Koordinatorin im Sozialraum Nord) laden zu den Familienpaten-Schulungen ein.

Interessierte gesucht

Familienpaten kommen aufs Land

In Wolfratshausen gibt es sie schon seit drei Jahren. Egling, Eurasburg, Icking und Münsing ziehen nach: Das Projekt Familienpaten wird erweitert.

Wolfratshausen – Die Bandbreite ist groß: Egal, ob Spielenachmittag, Hausaufgabenbetreuung oder als Ansprechpartner in Alltagssituationen – Familienpaten stehen sowohl Kindern als auch Eltern mit Rat und Tat unentgeltlich zur Seite. Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist Spitzenreiter bei dem Projekt: 120 Paten hat das Landratsamt bisher geschult. Damit ist er laut Netzwerk „Familienpaten in Bayern“ der erfolgreichste Standort in Bayern. 

Zum 1. Februar wird die Initiative, die es in Wolfratshausen seit drei Jahren gibt, erweitert: In den Gemeinden Egling, Eurasburg, Icking und Münsing, die neben Wolfratshausen zum Sozialraum Nord gehören, sollen ebenfalls ehrenamtliche Paten tätig werden. Das haben die Gemeinderäte nun beschlossen.

Erfolg ist den „ideellen Trägern“ vor Ort zu verdanken

Diana Eichmüller, Ansprechpartnerin für Familienförderung im Landratsamt, freut sich beim Pressegespräch zum Startschuss sichtlich über den Ausbau des „absoluten Erfolgsprojekts“. Den Grund für das Gelingen sieht sie vor allem darin, weil „wir so viele Akteure dafür gewinnen konnten“. Neben den Bürgermeistern, der Kreisbehörde und dem Kinder- und Jugendförderverein als Träger der Initiative sei der Erfolg den „ideellen Trägern“ vor Ort zu verdanken.

„Kindergärten, Schulen, die Kirche und zahlreiche Ehrenamtliche sind dabei: Das Netzwerk ist breit“, so Eichmüller. Die Kosten werden durch eine Mischfinanzierung, an der sich das Landratsamt, das Förderprogramm Koki – Netzwerk frühe Kindheit und die Gemeinden beteiligen, getragen. Ein weiterer Sponsor ist die Burgmann-Stiftung.

Meixner: „Unterstützung und Entlastung“ – niedrigschwellig und unbürokratisch

Damit die Zusammenarbeit der vielen Helfer weiterhin gut funktioniert, wird Sonja Weißbacher als Fachkraft das Projekt in den Kommunen koordinieren. Fritz Meixner, Stadtjugendpfleger und Geschäftsführer des Trägervereins, erklärt die beiden Faktoren, an denen der Erfolg des Vorhabens auch weiterhin gemessen wird: Notwendig seien genügend Ehrenamtliche, die sich engagieren möchten, und natürlich „muss das Angebot bei den Familien ankommen“. Meixner betont die niedrigschwellige und unbürokratische Arbeitsweise: „In erster Linie geht es um Unterstützung und Entlastung.“

Bürgermeister hoffen auf viele Interessierte

Die Bürgermeister hoffen auf positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung und viele interessierte Schulungsteilnehmer. Nur so werde das Projekt ein „zusätzlicher Baustein im sozialen Gefüge“, sagt Eglings Rathauschef Hubert Oberhauser.

Der Wolfratshauser Bürgermeister Klaus Heilinglechner steht „zu mehr als 100 Prozent“ hinter dem Projekt. „Wir alle kämpfen mit dem demografischen Wandel und freuen uns über Nachwuchs.“ Demnach sei es im Interesse aller, intensiv in die Familien zu gehen und sie zu unterstützen. „Wir profitieren alle davon“, so Heilinglechner. Seine Amtskollegen können ihm da nur beipflichten.

Infoabende

Interessierte erfahren mehr über Schulungsmöglichkeiten und Familienpaten im Familienkompass unter www.familienkompass.net. Diana Eichmüller von der Fachstelle Familienförderung berät unter Telefon 0 80 41/50 54 23. Außerdem veranstalten die einzelnen Gemeinden unverbindliche Informationsabende. Der erste ist in Eurasburg am Montag, 6. Februar, um 19.30 Uhr im Rathaus. Darauf folgen jeweils im Sitzungssaal des Rathauses am Donnerstag, 9. Februar, die Gemeinden Icking (18 Uhr) und Egling (20 Uhr). In Münsing findet die Infoveranstaltung am Montag, 13. Februar, ab 18 Uhr im Rathaus statt.

Von Magdalena Höcherl

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