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Fasching in Wolfratshausen trotz Corona eröffnet: „Viele werden uns kritisieren“

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Von: Peter Herrmann

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Ein Auftritt der Narreninsel
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Die Narreninsel hat trotz der Corona-Pandemie wieder die Faschingssaison eröffnet - allerdings in einem ganz anderen Rahmen als noch vor Jahren, wie auf diesem Bild. © Hans Lippert

Wegen Corona ist vieles noch unklar - trotzdem hat die Narreninsel den Fasching in Wolfratshausen und Geretsried eingeläutet.

Wolfratshausen/Geretsried – Ohne Prinzenpaare aber mit reichlich guter Laune versammelten sich am Samstagvormittag Garden aller Altersgruppen in Geretsried. Die Wolfratshauser Faschingsgesellschaft Narreninsel eröffnete die Saison im Biergarten der Ratsstuben. Narreninsel-Präsident Franz Hübler bekam dabei moralische Unterstützung von den Bürgermeistern beider Städte, Michael Müller und Klaus Heilinglechner.

Fasching in Wolfratshausen trotz Corona eröffnet: „Viele werden uns kritisieren“

Eine erneute Absage sämtlicher Faschingsaktivitäten wie im Vorjahr kommt für das Trio nicht infrage. „Viele werden uns kritisieren, aber wir müssen für die Leute was machen“, stellte Hübler klar. Während der Corona-Pandemie seien sehr viele aktive Mitglieder abgesprungen. Selbst die obligatorischen Prinzenpaare werde es diesmal nicht geben. „Es wäre eine unzumutbare Kostenfrage, da wir auf Grund der derzeitigen Coronalage nicht sagen können, wie es weitergehen wird oder wie viele Auftritte wir gehabt hätten“, erklärte er. Alle Aktiven und Betreuer seien geimpft oder genesen, betonte der Narreninsel-Präsident. Die Beachtung strenger Corona-Vorgaben verstehe sich ohnehin von selbst.

Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller ist „Botschafter der Freude“ in dieser Faschingssaison

Hübler stellte die seit August trainierenden Garden und als Überraschungsgäste zwei „Botschafter der Freude“ vor: Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller und seine Ehefrau Daniela nahmen diese Ehre gerne an. „Natürlich kommt es auf einen verantwortungsvollen Umgang in Pandemie-Zeiten an“, sagte der Rathauschef. Man dürfe aber die Bürger nicht ständig ermahnen, sich impfen zu lassen, und dann das gesellige Miteinander generell verbieten. „Es braucht ein Licht am Ende des dunklen Tunnels.“ Müller appellierte an den ungeimpften Teil der Bevölkerung, Bedenken gegen den Pieks beiseitezuschieben: „Wir werden nur mit einer starken Durchimpfung durch diese Pandemie kommen.“

Freuen sich trotz Corona auf die Faschingssaison: (hinten v. li.) Narreninsel-Ehrenpräsident Richard Glas, der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller, der Wolfratshauser Rathauschef Klaus Heilinglechner, Narreninsel-Präsident Franz Hübler, Bürgermeister-Gattin Daniela Müller und die Garden der Narreninsel.
Freuen sich trotz Corona auf die Faschingssaison: (hinten v. li.) Narreninsel-Ehrenpräsident Richard Glas, der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller, der Wolfratshauser Rathauschef Klaus Heilinglechner, Narreninsel-Präsident Franz Hübler, Bürgermeister-Gattin Daniela Müller und die Garden der Narreninsel. © Peter Herrmann

Narreninsel eröffnet Faschingssaison trotz Corona

Franz Gehring, ehemaliger Amtsleiter der Stadt Wolfratshausen und Ehrenpräsident der Narreninsel, zeigte sich von Müllers Worten beeindruckt. „Dass sich ein Bürgermeister so stark mit dem Fasching identifiziert, habe ich hier noch nie erlebt“, lobte er. Ein weiterer Ehrenpräsident, Richard Glas, heizte die vier Garden „Island Dancers“, „Speedy’s, „Dancing Fires“ und „Crazy Housewifes“ abschließend mit dem selbst auferlegten Anfeuerungsruf „Du mi a“ an. Es wird sich zeigen, in welcher Häufigkeit diese Parole bis zum Faschingsdienstag am 1. März noch zu hören sein wird.  ph

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