News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

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Der Fan des FC Bayern München hatte vor Gericht eine kuriose Ausrede.

Ein Statement gegen anderen Fußballverein

Kuriose Ausrede: Bayern-Fan wollte mit "ACAB"-Logo die Clubberer beleidigen

Wolfratshausen – Der Bayern-Fan stand schon einmal wegen Beleidigung vor Gericht. Jetzt hat er zu Unrecht Arbeitslosengeld erhalten.

Im Frühjahr war der gelernte Maschinenbauer Michael F. (Name geändert) noch arbeitslos. Dann erhielt er im März die Zusage, bei einem neuen Arbeitgeber anzufangen. Dennoch bezog der Wolfratshauser noch zwei Wochen zu Unrecht Arbeitslosengeld. Weil dem Jobcenter dadurch ein Schaden in Höhe von 206,38 Euro entstand, musste sich der 20-Jährige nun wegen Betrugs vor dem Amtsgericht in Wolfratshausen verantworten. „Das war pure Schlamperei. Ich hatte damals eine Fuß-Operation und war mit den Gedanken ganz woanders“, räumte der Angeklagte ein.

Weil er zwei Vorstrafen im Bundeszentralregister stehen hatte, stand für ihn einiges auf dem Spiel. „Sie haben vor drei Jahren bei einer Feier einem anderen eins auf Näschen gegeben und wurde vor zwei Monaten in München wegen Beleidigung verurteilt“, erklärte Jugendgerichtshelfer Andreas Dlugosch. Richter Urs Wäckerlin bat den Angeklagten daraufhin, ihm den Grund der letzten Verurteilung zu nennen – und da wurde es kurios. „Ich trug eine Tasche mit der Aufschrift ACAB“, so die lapidare Antwort des bekennenden FC-Bayern-Fans. Die Verwendung des Kürzels für „All cops are bastards“ („Alle Polizisten sind Bastarde“) erfüllte laut Ansicht des Münchner Richters den Tatbestand der Beleidigung. „Mit dem C waren aber nicht die Cops, sondern die Clubberer (Fans des 1. FC Nürnberg, Anmerkung der Redaktion) gemeint“, sagte Michael F. zu seiner Verteidigung. Trotz der Vorstrafen beantragte der Jugendgerichtshelfer schließlich die Einstellung des Strafverfahrens.

Als Auflage soll der Wolfratshauser 210 Euro – das entspricht in etwa der Schadenshöhe – für einen Sozialtrainingskurs des Landratsamts zahlen.

von Peter Herrmann

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