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Nichts für die FDP: Die Digitalwährung Bitcoins, hier in Form einer Münze.

Bares ist Wahres

Bitcoins statt Bargeld: Baut der Staat so Schulden ab?

Wolfratshausen – Wird das Bargeld bald vom digitalen Bezahlen abgelöst? Geht es nach dem Willen des FDP-Kreisverbandes, geschieht dies nicht so schnell.

Die Liberalen trafen sich vor kurzem in der Loisachhalle zu einem Stammtisch zum Thema Geld im Gasthaus Löwenbräu. Der Kreisvorsitzende Robert Weiß begrüßte rund 30 Mitglieder.

Anlass der Diskussion war die vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagene Obergrenze für Bargeldzahlungen in Höhe von 5000 Euro. Diese erleichtere den Kampf gegen die Geldwäsche, so lautet ein Argument. Aus der Europäischen Zentralbank (EZB) hieß es außerdem, dass die 500-Euro-Note abgeschafft werden soll. Der Referent, Uwe Probst, FDP-Politiker aus Miltenberg in Unterfranken, warnte, dass der Staat mit der schleichenden Abschaffung des Bargelds seine Schulden abbauen wolle. Nach dem Niedrig- und dem Nullzins auf Spareinlagen könnte der Negativzins folgen, fürchtet Probst. Der Bürger müsste den Banken dann quasi Gebühren dafür zahlen, dass sie sein Geld verwalten. Ohne Bargeld in der Tasche wäre er jedoch auf die Banken angewiesen. „Das käme einer Enteignung gleich.“ Zudem ließen sich bei EC-Karten- und anderer, digitaler Bezahlung die Bürger viel besser überwachen, was der FDP von Haus aus widerstrebe.

Für Probst hat die bare Münze viele Vorteile: Sie ermögliche Zug-um-Zug-Geschäfte wie den Kauf von Gebrauchtwagen. Im Kulturbereich würden Künstler und Bands meist in bar nach Konzerten entlohnt. Man wisse immer, wie viel man im Portemonnaie habe. Bereits Kinder würden lernen mit Geld umzugehen, außerdem sei anonymer Besitz ein wertvolles Gut. Allenfalls lässt Probst das Argument gelten, dass das Bezahlen an der Supermarktkasse mit Karte schneller geht. Gegen ein Aus für die Ein- und Zwei-Cent-Münzen hätte er unter diesem Gesichtspunkt nichts einzuwenden. Die von den Befürwortern der Bargeld-Abschaffung angeführte bessere Verbrechensbekämpfung hält er für vorgeschoben: „In Italien gibt es solche Gesetze, aber die Mafia ist noch nicht ausgestorben.“

FDP warnt vor Bitcoins

Alternativen zu Banknoten und Münzen gibt es einige. Mit der Geldkarte zum Beispiel können am Automaten Beträge bis zu 200 Euro geladen werden, etwa an Parkhäusern, Zigaretten- und Fahrkartenautomaten. Ein Besucher merkte an, dass unter anderem in Schweden viel weniger mit Bargeld bezahlt werde als in Deutschland. „Das funktioniert gut.“

Probst entgegnete, dass er elektronische Bezahlmöglichkeiten als Ergänzung ja für sinnvoll halte. Äußerst kritisch bewerteten die Liberalen dagegen Bitcoins. Das sind digitale Geldeinheiten, die ähnlich wie Aktien im Wert schwankend sind. Es fielen Aussagen wie: „Ein paar Leute machen den großen Reibach damit, aber keiner steht für Bitcoins gerade“ oder „Bitcoins sind schlimmer als Google. Sie bedeuten die totale Kontrolle“.

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