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Atomare, biologische und chemische Gefahren: Über die ABC-Ausbildung referierte Sven Glatter (re.) in der Herbstdienstversammlung der Kreisfeuerwehren. 

Herbstdienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbands 

Feuerwehr braucht gute Ausbildung und  gutes Auftreten

Wie ist die Feuerwehr aufgestellt? Darum ging es bei der Herbstdienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbands . ABC-Ausbildung und Digitalfunk sind wichtige Themen.

Wolfratshausen – Neben Einsatzkräften aus dem gesamten Landkreis besuchten auch Vize-Landrat Thomas Holz, Kreisbandrat Karl Murböck und der Wolfratshauser Bürgermeister Klaus Heilinglechner die Herbstdienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbands am Samstag in der Loisachhalle. Dabei ging es nicht nur um die Herausforderungen der ABC- und Digitalfunkausbildung, sondern auch um das Auftreten der Feuerwehren in der Öffentlichkeit.

„Die Auswirkungen des Wetters werden die Einsatzbücher der Feuerwehren immer mehr füllen“

Holz und Heilinglechner sprachen den Einsatzkräften zunächst ihren Dank aus. Es waren vor allem Wetterkapriolen, die die Floriansjünger in den vergangenen Monaten auf Trab hielten. Holz erinnerte an Überschwemmungen und Sturmschäden, die in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland zugenommen hätten. „Die Auswirkungen des Wetters werden die Einsatzbücher der Feuerwehren immer mehr füllen“, prognostizierte der Kochler Bürgermeister. Umso ehrenwerter sei es laut Heilinglechner, dass die ehrenamtlichen Helfer „rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr“ abrufbereit seien.

Nachdem Kreisbandrat Karl Murböck das in diesem Jahr neugewählte Personal wie beispielsweise den neuen Rettungsdienstleiter Markus Bail vorgestellt hatte, wies der Geretsrieder Feuerwehrmann Sven Glatter auf die Wichtigkeit der ABC-Ausbildung im Landkreis hin. Das Kürzel ABC steht für atomare, biologische und chemische Gefahren. Glatter erinnerte an den Gasaustritt im Tölzer Eisstadion vor einem Jahr. Damals verhinderten die mit Chemieschutzanzügen ausgestatteten Feuerwehrleute Schlimmeres. „Die Ausbildung beginnt im zweiten Halbjahr 2018“, warb Glatter um Teilnehmer.

Passende Farbwahl in Kleidungsfragen ist unabdingbar

Für ein ordentliches Auftreten der Feuerwehren in der Öffentlichkeit warb Kreisbrandinspektor Christian Sydoriak. Die passende Farbwahl bei Schuhen, Socken, Uniform und Krawatten sei für ihn unabdingbar: „Wenn da jemand mit ungeputzten Schuhen, brauner Hose und weißen Socken auftritt, ist das nicht gut“, warnte er.

Um technische Details ging es in den von Josef Limm und Manfred Forster gehaltenen Fachvorträgen zur Digitalfunkausbildung. „Ein Pilotlehrgang umfasst vier Abende im Februar sowie einen Samstagvormittag“, erklärte Forster. Die Ausbildung findet dann je nach Herkunft der meisten Teilnehmer entweder in Geretsried oder in Bad Tölz statt.

Abschließend äußerte sich Karl Murböck noch zum möglichen Einsatz von Drohnen, die bei der frühzeitigen Erkennung des Ausmaßes eines Brands oder einer Katastrophe wertvolle Dienste leisten können. „Diese Möglichkeiten sollte man verstärkt nutzen. Das ist die Zukunft“, ist sich Murböck sicher. Peter Herrmann

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