Horror auf A8: Unbekannter wirft Pflasterstein auf fahrendes Auto

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Übung ma cht den Meister: Valentin (li.) und Dennis aus Wolfratshausen haben gleich mehrere Fidget Spinner. „Wenn man zwei Wochen übt, dann kann man die meisten Sachen schon richtig gut“, machen sie Anfängern Mut. 

Fidget Spinner

Bei diesem Kreisel drehen immer noch alle durch

Fidget Spinners verdrehen momentan alle den Kopf. Der Hype hat auch Wolfratshausen erwischt. Zwei kleine Experten erzählen und geben Tipps für coole Tricks.

Wolfratshausen/Geretsried – Valentin klemmt das kleine Spielzeug zwischen Mittelfinger und Daumen der rechten Hand. Ein, zwei Stupser mit der linken, dann dreht sich der Fidget Spinner auf seinem Daumen. Dennis lässt seinen Kreisel ebenfalls rotieren und wirft ihn von seiner linken in die rechte Hand.

Die Spielgeräte sind ein Renner – vor allem bei Kindern im Alter der Achtjährigen. „In meiner Schule haben ganz viele einen“, berichtet Dennis. Die Fidget Spinner – der Name leitet sich aus den englischen Begriffen für „Unruhe“ und „Kreisel“ ab – bestehen aus einem Kugellager, von dem meistens drei Flügel ausgehen, in denen sich ebenfalls ein Kugellager oder eine Leuchtdiode befindet. Die einfachste Anwendung des Spielzeugs ist, den Spinner zwischen zwei Fingern rotieren zu lassen. „Das kann man ganz schnell lernen“, sagt Dennis.

Übung macht den Meister

Komplizierter wird es, wenn man versucht, Tricks mit dem Metall- oder Plastikgerät zu machen. Das demonstrieren die beiden jungen Wolfratshauser: Dennis hält einen rotierenden Spinner in der linken Hand und wirft einen zweiten darauf – das Spielgerät dreht sich weiter. Valentin wirft den angestoßenen Kreisel zwischen seinen Beinen hindurch und fängt das Spielgerät gekonnt wieder auf. „Das sieht zwar einfach aus, viele Tricks sind aber richtig schwer“, weiß der Achtjährige. 

Mit ein bisschen Geduld sei das aber kein Problem: „Wenn man zwei Wochen übt, dann kann man die meisten Sachen schon richtig gut.“ Die Entwickler des Fidget Spinners versprechen dem Nutzer Entspannung, aber auch eine verbesserte Konzentration. Zudem sei das Spielzeug sinnvoll für eine Linderung bei Nervosität oder Erkrankungen wie Autismus.

Auch die Großen spielen mit

Ob die Verwendung des Spielzeugs nun heilsam ist oder einfach nur Spaß macht – die Nachfrage ist enorm. Das bestätigt der Inhaber des Isar-Kaufhauses, Frederik Holthaus: „Das ist auf jeden Fall ein großer Trend.“ Seit Wochen hat das Geretsrieder Geschäft verschiedene Fidget Spinner im Sortiment. Die Nachfrage sei „sehr groß“ sagt Holthaus. Auch er selbst hat das Spielzeug schon ausprobiert. „Das Rotieren schaffe ich schon ganz gut“, sagt er. Die „große Kür“ – Tricks wie sie die beiden Achtjährigen beherrschen – traut sich der Kaufhaus-Chef allerdings noch nicht zu.

 Gekauft werden die Kreisel, die zwischen fünf und acht Euro kosten, vor allem von jungen Heranwachsenden. „Zwischen sieben und 14 Jahren ist die Begeisterung am größten“, hat Holthaus beobachtet, auch wenn die Spinner von allen Altersklassen gekauft werden. Jungen, so seine Erfahrung, kaufen die Spielgeräte etwas häufiger als Mädchen.

Wie beliebt die Spielzeuge sind, zeigt ein Blick in Dennis’ Kinderzimmer. Fünf Spinner liegen auf seinem Schreibtisch, sein Freund Valentin besitzt vier. Die Kreisel unterscheiden sich: Manche sind mit Leuchtdioden ausgestattet, die beim Rotieren in verschiedenen Farben blinken, andere haben spitze Metallstäbe, deren Form bei starker Drehung vor dem Auge verschwimmt. Valentin nimmt einen LED-Spinner und stupst ihn mit dem Finger an. Seine Augen sind fokussiert auf den leuchtenden Kreisel. Der sonst so agile Junge sitzt dabei still auf dem Sofa. Dann probiert er einen schwierigen Trick aus. „Das muss ich noch üben“, sagt er und lacht.

Dominik Stallein

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