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Strahlende Gesichter: (v. li.) Die städtische Tourismusmanagerin Gisela Gleißl, die Vorsitzende des Vereins „Surfing Wolfratshausen“, Stefanie Kastner, Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Brumaba-Technikleiter Korbinian Brustmann, Brumaba-Geschäftsführer Benedikt Brustmann (knieend), Brumaba-Vertriebsleiter Sebastian Brustmann und Marcus Kastner, Vize-Vorsitzender des Surfwellen-Vereins.

Loisach in Weidach

Finanzspritze für die Surfwelle

Für die Surfwelle in Wolfratshausen gibt es eine „Initialzündung“. Das Projekt geht vorwärts.

Wolfratshausen Der Anfang ist gemacht: Das Wolfratshauser Unternehmen Brumaba, Spezialist für Operationstische, Behandlungsliegen und Patiententransporter, hat 5000 Euro für das Projekt Surfwelle zugesagt. „Wir haben nichts dagegen, wenn uns noch jemand überbietet“, sagt Brumaba-Geschäftsführer Benedikt Brustmann.

320 000 Euro wird die Schaffung einer künstlichen Surfwelle auf der Loisach in Weidach voraussichtlich kosten (wir berichteten). 160 000 Euro erhoffen sich die Initiatoren des Projekts, Stefanie und Marcus Kastner, vom sogenannten Leader-Programm der EU. 100 000 Euro hat die Stadt zugesagt, 60 000 Euro muss der kürzlich gegründete Verein „Surfing Wolfratshausen“ selbst zusammentragen. Zunächst, das betonte die Vereinsvorsitzende Kastner in einem Pressegespräch im Rathaus, bitten sie und ihre Mitstreiter regionale Unternehmen um „verbindliche Spendenzusagen“. Das Geld fließt erst, wenn das Vorhaben konkret in die Tat umgesetzt wird. Noch sind unter anderem die Haftungsfrage und Naturschutzbelange zu klären. Bauherr des Projekts wäre die Kommune.

Leader-Mittel sollen beantragt werden

Im Frühling 2018 möchte die städtische Tourismusmanagerin Gisela Gleißl gerne die Leader-Mittel beantragen. Die Chance, dass in den Fördertopf gegriffen werden darf, ist laut Gleißl hoch. Doch der Antrag sei „sehr komplex“ und bedürfe sorgfältiger Vorarbeit. Zum anderen räumte Bürgermeister Klaus Heilinglechner ein, dass sich die Stadt noch immer einen „harten Kampf“ mit diversen Behörden liefere, um die Genehmigungen für eine künstliche Surfwelle auf der Loisach zu bekommen. Aber: Er habe das Gefühl, dass das Gros der Wolfratshauser Bürger hinter dem Vorhaben steht, sagte Heilinglechner. Dasselbe gelte für die Mitglieder des Leader-Ausschusses im Landkreis. Die würden die Surfwelle in der Loisachstadt „lieber heute als morgen“ verwirklicht sehen, sagte Tourismusmanagerin Gleißl. Zur Erinnerung: Das Ehepaar Kastner dachte vor mittlerweile vier Jahren laut übers Flusssurfen in der Flößerstadt nach.

„Wir stehen 100 Prozent hinter dem Projekt“, betonten Benedikt Brustmann (Brumaba-Geschäftsführer) sowie seine Brüder Sebastian (Vertriebsleiter) und Korbinian (Technikleiter) bei der Spendenzusage. Die 5000-Euro-Spritze des vor knapp 40 Jahren von Herbert Brustmann gegründeten Familienunternehmens solle „eine Initialzündung“ sein, erklärte Ex-Stadtrat Benedikt Brustmann – und sein Bruder Korbinian ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Immerhin hat unser Vater mittlerweile 18 Enkelkinder. Es wäre doch toll, wenn die alle mal in Wolfratshausen auf der Loisach surfen könnten.“ Benedikt Brustmann ist überzeugt davon, dass ein Hotspot für Flusssurfer nach dem Vorbild der Eisbachwelle in München „ein tolles Zusatzangebot in Wolfratshausen wäre“. Bürgermeister Heilinglechner glaubt an einen „kräftigen Imagegewinn für unsere Stadt“.

Carl-Christian Eick

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