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Über das interkommunale Hallenbad und die Kostenverteilung müsste noch einmal gesprochen werden. 

Interkommunales Hallenbad

Fleischer will nicht nachverhandeln

Wolfratshausen - Die Diskussion um das interkommunale Hallenbad soll in eine dritte Runde gehen - und zwar wegen des Themas Betriebskosten. Einer will da nicht mitmachen - Manfred Fleischer. 

Das geplante interkommunale Hallenbad in Geretsried war am Dienstagabend zum wiederholten Mal Thema in einer Stadtratssitzung. Denn am kommenden Montag tagt der so genannte Koordinierungsausschuss. Ein Gremium, dem Räte beider Städte angehören, das allerdings keine Beschlüsse fassen darf. In der Ausschusssitzung steht das interkommunale Hallenbad auf der Agenda. Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) deutete am Dienstag an, dass in einer der nächsten Stadtratssitzungen Landrat Josef Niedermeier (Freie Wähler) zum aktuellen Sachstand des Vorhabens Rede und Antwort stehen könnte.

"Alea iacta est", sagt der CSU-Mann

Diese Ankündigung trieb Dr. Manfred Fleischer (CSU) die Zornesröte ins Gesicht. Er sah keine Veranlassung, das Thema erneut auf die Tagesordnung des Wolfratshauser Rats zu setzen. „Wir haben doch einen gültigen Beschluss“, betonte Fleischer. Wolfratshausen beteilige sich an den Baukosten, nicht jedoch an den jährlichen Betriebskosten. Er sehe keinen Grund, daran etwas zu ändern: „Alea iacta est“, die Würfel sind gefallen. Fleischer erinnerte daran, dass beim Zustandekommen des interkommunalen Beschlusses im März 2013 sowohl die damalige Geretsrieder Bürgermeisterin Cornelia Irmer als auch der Landrat versichert hätten, dass eine Betriebskostenbeteiligung der Kommunen mit Ausnahme von Geretsried ausgeschlossen sei.

Geretsried fürchtet für sich ein großes Defizit

Nach neuen Berechnungen droht wie berichtet allerdings ein jährliches Betriebskostendefizit von rund einer Million Euro. Nach grober Schätzung von Bürgermeister Heilinglechner müsste die Flößerstadt zwischen 105.000 und 210.000 Euro in den gemeinsamen Topf legen. Je nachdem, wie hoch das jährliche Defizit tatsächlich ausfällt. Zum Vergleich: Geretsried müsste rund 500 000 Euro übernehmen. Dominik Stallein

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