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„Wer mitgeradelt ist, hat schon gewonnen“: Die Teilnehmer der Aktion Stadtradeln bei der Siegerehrung. 

Stadtradeln

Fleißige Radler schaffen 80.000 Kilometer

Zwei Städte, 321 Fahrradfahrer, fast 80 000 Kilometer – die Bilanz der Stadtradel-Aktion kann sich sehen lassen. Am Mittwoch wurden die besten Radfahrer aus Wolfratshausen und Geretsried geehrt.

Wolfratshausen/Geretsried – Die Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Michael Müller schwitzen. Auf einem Ergometer erzeugen die Rathauschefs Strom. Aus einem CD-Player, der an das Gerät angesteckt ist, ertönt Musik, wenn sie sich so richtig ins Zeug legen. Eine Aktion des Landratsamts, um Werbung für Energie-Einsparungsmöglichkeiten zu machen.

Bürgermeister sind stolz auf ihre Kommunen

Da sind sie bei der Abschlussveranstaltung des Stadtradelns genau an der richtigen Adresse: Fast 80.000 Auto-Kilometer und damit umgerechnet 11.333 Kilo Kohlenstoffdioxid haben die 321 Teilnehmer aus Wolfratshausen und Geretsried in den vergangenen drei Wochen eingespart.

206 Fahrradfahrer davon gingen für die Flößerstadt an den Start. Bürgermeister Heilinglechner zog am Mittwoch eine positive Bilanz: 59.509 Kilometer seien ein tolles Ergebnis. „Wir hatten mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr, haben mehr Kilometer zurückgelegt und damit noch mehr für die Umwelt getan als beim Stadtradeln 2016.“

Die 115 Radfahrer aus Geretsried erstrampelten mit 18.776 Kilometern ein schwächeres Ergebnis als die Nachbarkommune. „Wir müssen ja nicht überall die Besten sein“, witzelte Bürgermeister Müller. Bei der gemeinsamen Aktion ginge es ja auch nur in zweiter Instanz um den Sieg, „Viel wichtiger ist, dass viele Leute mitmachen.“

Viele Schüler und Jugendliche waren dabei

Das taten zur Freude der Rathauschefs auch viele Schüler und Jugendliche. Die 6a des Geretsrieder Gymnasiums erradelte über 7000 Kilometer – das bedeutete den ersten Platz in der Schulteam-Wertung (siehe unten). „Ich bin jeden Morgen mit dem Fahrrad in die Schule gefahren“, berichtete einer der Jugendlichen. Keine Frage, dass er natürlich auch zur Siegerehrung in der Aula der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg mit dem Drahtesel angereist ist.

Das Gymnasium und Kolleg St. Matthias beteiligte sich ebenfalls. Ein Lehrer der Schule hängte alle anderen Teilnehmer ab: Stefan Feistl schwang sich jeden Schultag auf den Sattel und radelte von Dießen am Ammersee zum Waldramer Gymnasium. „Das sind einfach etwa 50 Kilometer“, erklärte der 49-Jährige. So sei er problemlos auf sein Endergebnis gekommen: 1555 Kilometer. „Ich radel sonst auch regelmäßig in die Arbeit“, berichtete er. „Aber die Aktion war noch ein zusätzlicher Ansporn, das jeden Tag zu machen.“

Dass Feistl am Ende den ersten Platz aller Radler der beiden Nachbarstädte belegte, war für die meisten Anwesenden nebensächlich. „Wer mitgeradelt ist, hat schon gewonnen“, meinte Müller. Widersprechen wollte dem Geretsrieder Bürgermeister keiner der über 300 Teilnehmer.

Dominik Stallein

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