+
Außergewöhnlich: Der Veranstaltungsort, die alte Floßlände, begeisterte Künstler und Publikum.

Eine Marke für die Stadt

Flussfestival: Diese Bilanz ziehen die Veranstalter

  • schließen

Nach 14 Tagen ist nun Schluss: Das Flussfestival 2017 ist vorbei. Jetzt, wo es an der alten Floßlände wieder ruhiger ist, ziehen die Veranstalter ein Fazit.

Wolfratshausen – „Das Flussfestival ist mittlerweile eine Marke“: Das stellt Bürgermeister Klaus Heilinglechner nach dem 14-tägigen Veranstaltungsreigen an der alten Floßlände fest. Schon jetzt hätten „namhafte Künstler“ ihr Interesse fürs Flussfestival 2019 bekundet. Seit der Premiere 2013 sei die Kartennachfrage kontinuierlich gestiegen. Der Vorverkauf sei heuer so gut gewesen wie noch nie, weiß Heilinglechner. Trotz einiger Wetterkapriolen seien zudem zahlreiche Tickets an der Abendkasse verkauft worden. Ein großes Lob zollt der Bürgermeister Festivalleiter Günter Wagner, der städtischen Kulturmanagerin Marion Klement und den vielen ehrenamtlichen Helfern: „Die Arbeit ist schon eine wahnsinnige Belastung, aber das Team funktioniert super, es arbeitet Hand in Hand.“

„So eine Location gibt’s nicht oft“

Eine tragende Säule des Festivalerfolgs ist in den Augen des Bürgermeisters der Veranstaltungsort, die alte Floßlände: „So eine Location gibt’s in ganz Deutschland nicht oft.“ Heilinglechner zitiert den Sänger, Songwriter und Musiker Max Mutzke, der am vergangenen Dienstag beim Flussfestival auftrat: „Das ist ja gigantisch hier.“

An einzelnen kleinen Stellschrauben müsste mit Blick aufs nächste Festival in zwei Jahren gedreht werden, meint der Rathauschef. Dazu gehöre die Ursachenforschung, warum die Jugend-Veranstaltungen wie das Konzert der Hip-Hop-Formation „Mundwerk-Crew“ nur mäßig besucht waren.

Flussfestival belebt Wolfratshausen

Konkrete Zahlen liegen Heilinglechner noch nicht vor. Er ging im Vorfeld wie berichtet von der groben Schätzung aus, dass das Flussfestival 2017 rund 300.000 Euro kosten wird. Kulturmanagerin Klement hatte damit gerechnet, „unter den 160.000 Euro Defizit des Flussfestivals 2015 zu bleiben“. Dieses Ziel, so mutmaßt der Bürgermeister, sei erreicht worden.

Dankeschön: Bürgermeister Klaus Heilinglecher (Mitte) zollte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern am Sonntagabend vor der letzten Flussfestival-Veranstaltung mit dem Ensemble Blechschaden seinen Respekt.

„Ich möchte gerne am Flussfestival festhalten“, betont Heilinglechner. Trotz der Tatsache, dass es ein kostspieliges Unterfangen ist. „Diejenigen, die sich darüber beklagen, dass wir so viel Geld ausgeben, sind die, die schimpfen, dass in unserer Stadt nichts los ist, wenn wir das Flussfestival streichen“, gibt er zu bedenken.

Wunschkünstler für 2019

Hat der Bürgermeister einen Wunschkünstler fürs Flussfestival 2019? „Ja“, antwortet Heilinglechner spontan, „Max Mutzke.“ Der Bürgermeister gibt unverhohlen zu: Bis vergangene Woche „habe ich mit dem Namen nichts anfangen können“. Doch seit dem ausverkauften Konzert des Südbadeners in der Flößerstadt hat Mutzke einen prominenten Fan mehr.

„Hervorragend“: So lautet die Bilanz von Festivalleiter Günter Wagner. „Rainhard Fendrich, Dreiviertelblut, Max Uthoff und Blechschaden: So viele unterschiedliche Veranstaltungen, so viele grandiose Künstler zum Greifen nah, das hat einfach Spaß gemacht.“ Der Geretsrieder freut sich nicht zuletzt, weil „alle Künstler, durch die Bank“ begeistert von der Atmosphäre an der alten Floßlände gewesen seien. Der weit gereiste Gründer des Bläserensembles Blechschaden, Bob Ross, habe ihn am Sonntagabend nach dem Konzert wissen lassen: „Das hier war ein Highlight.“ 

Wagner würde sich wünschen, dass Wolfratshausen am Flussfestival festhält. Allerdings ist auch ihm klar: „Selbst wenn alle Veranstaltungen ausverkauft wären, bleibt unterm Strich ein Defizit.“ Die auf der Loisach schwimmende Bühne, die überdachte Tribüne, die Technik, die Werbung und renommierte Künstler – das Paket gebe es nicht zum Selbstkostenpreis. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Volkstrauertag in Wolfratshausen: Warnung vor Rechtsextremismus
Am Volkstrauertag wird traditionell der Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaften gedacht. In der Flößerstadt warnte Bürgermeister Klaus Heilinglechner vor …
Volkstrauertag in Wolfratshausen: Warnung vor Rechtsextremismus
Kein Strom aus der Region ?
Inwieweit kann und soll die Kommune darauf Einfluss nehmen, woher sie ihren Strom bezieht? An dieser Frage erhitzten sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Gemüter.
Kein Strom aus der Region ?
Großeinsatz an Geretsrieder Asylunterkunft
Eine Auseinandersetzung zwischen Bewohnern der Asylunterkunft in Geretsried hat am Freitagabend einen Großeinsatz an der Jahnstraße ausgelöst. Die Polizei widerlegt das …
Großeinsatz an Geretsrieder Asylunterkunft
Untermarkt 10 ein „schwieriges Thema“ für die StäWo
Wer übernimmt die Generalsanierung des städtischen Gebäudes am Untermarkt 10? Diese Frage kam kürzlich im Stadtrat wieder auf den Tisch.
Untermarkt 10 ein „schwieriges Thema“ für die StäWo

Kommentare