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Mittendrin statt nur dabei: Double Drums (im Vordergrund Alexander Glöggler) mit Wolfratshauser Musikschülern.

Zusammen mit den Musikschülern

Flussfestival: Double Drums trommeln, was das Zeug hält

Mülltonnen, Töpfe, Plastikeimer und Schüssel eignen sich hervorragend als Trommelunterlage. Alexander Glöggler und Philipp Jungk nervten ihre Eltern schon als Kinder damit – aber es macht eben ganz schön Spaß.

Wolfratshausen – Das vermittelten die beiden Münchner Musiker den Wolfratshauser Musikschülern in einem Workshop am Mittwochnachmittag. Abends holten sie die Heranwachsenden auf die Bühne des Flussfestivals, wo Glöggler und Jungk als das Duo das Duo Double Drums auftrat. Mit dieser Einlage begann die mitreißende Show der beiden.

Das Duo Double Drums erntet mittlerweile weltweit Applaus. Denn obwohl sie die Eltern anfangs nervten, bekamen sie im Alter von acht Jahren ihr erstes Schlagzeug, studierten Musik und starteten durch. „Wir sind unterwegs zwischen China, Südamerika und Wolfratshausen“, erzählte Glöggler auf der Bühne.

Fast in Trance getrommelt

Nach einer Ouvertüre von Ludwig van Beethoven trommeln sich die beiden auf verschiedenen Instrumenten fast in Trance. Überraschende Lautstärke- und Rhythmuswechsel prägten fortan ihren Auftritt. Nachdem Glöggler und Jungk zunächst das Marimbaphon zärtlich gestreichelt hatten, gab’s im nächsten Moment wieder gehörig was auf die Ohren.

Aus einem Werkzeugkasten holten sie Säge und Schlagbohrer heraus und entlockten ihnen ungewohnte Klänge. Vor dem Stück „One more time“ wurde das Publikum aufgefordert, sich mit verschiedenen Fußballstadionklatschrhythmen zu beteiligen. Eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, die den Besuchern aber sichtlich Spaß bereitete.

Trommelwirbel und Zugaben

Im Gegensatz zum Vorabend, als Max Mutzke sein Konzert in einem Stück durchspielte, war am Mittwochabend eine Pause erholsam. Das aktuelle Programm „Groove Symphonies“ endete mit einem Trommelwirbel und mehreren Zugaben. Das gefiel auch der Singer-Songwriterin Laura Grandy, die im Vorprogramm auftrat und das Publikum mit ihrer gefühlvollen Stimme verzauberte.

Dass alle Künstler danach noch am Merchandising-Stand ihre CDs signierten und auch Trommelstöcke verkauften, verstand sich von selbst. „Ich habe einige von euch trommeln gehört, Ihr müsst noch üben“, gab Glöggler seinen Fans mit auf den Weg. 

Peter Herrmann

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