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Kunst in der Kreisklinik: Im Anschluss an die Versammlung wurde eine neue Ausstellung mit Werken von Yaya Bela Roth und Volker Witte eröffnet. 

Jahresversammlung

Freunde der Kreisklinik freuen sich über Solidarität mit Geburtshilfe

Die Freunde der Kreisklinik Wolfratshausen greifen in diesem Jahr besonders tief in die Tasche: Mit 50.000 Euro wird die Anschaffung eines Endosonografiegeräts unterstützt. Das ist die bisher größte Einzelförderung des Vereins.

Wolfratshausen – „In diesem Jahr sind wir gerne dem Vorschlag der Klinikleitung und Ärzteschaft nachgekommen, ein Endo-sonografiegerät von außerordentlich hoher Qualität zu fördern“, sagte Vorsitzender Gerhard Hasreiter in der Jahresversammlung des Vereins. Eine Endosonografie ist eine nicht von außen durch die Haut, sondern von innen durchgeführte Ultraschalluntersuchung. Insgesamt finanzierten die Freunde der Kreisklinik seit ihrem Bestehen durch Mitgliedsbeiträge und Spenden Geräte und Ausstattungen im Wert von über 660 000 Euro.

Auch die Diskussion um die Geburtshilfe im Landkreis kam in der Jahresversammlung zur Sprache. Seit der Schließung der Tölzer Geburtshilfe ist die Kreisklinik am Moosbauerweg die einzige verbliebene Einrichtung im Landkreis, wo Frauen entbinden können (wir berichteten). „Über 4400 Unterschriften waren ein Riesenvertrauensbeweis für die Ärzte und Hebammen in der Kreisklinik“, betonte CSU-Kreisrat Hasreiter. Mit ihrer Unterschrift wollten die Unterzeichner ein Zeichen dafür setzen, wie wichtig ihnen eine wohnortnahe Geburtshilfeabteilung ist; diese soll nun gestärkt werden. Hasreiter sagte, er sei froh, dass eine Verbindung mit der Asklepios-Klinik-Kette, das heißt eine Privatisierung, „vom Tisch ist“.

Ärztlicher Direktor Dr. Stefan Schmidbauer bedankte sich bei den Freunden der Kreisklinik für den Beistand, die Solidarität und die Hilfe. Als größte Herausforderung der nächsten 15 bis 20 Jahre sieht er neben medizinischen Fragen die Personalsituation. „Immer weniger Ärzte wollen im Krankenhaus arbeiten, der Arbeitsmarkt der Pflegekräfte bricht zusammen. Es ist höchste Zeit, hier den Beruf wieder attraktiver zu gestalten“, forderte der Mediziner.

Freunde der Kreisklinik: (v. li.) Schatzmeister Christian Spindler, Zweite stellvertretende Vorsitzende Dr. Helene Mendl, Vorsitzender Gerhard Hasreiter, Erste stellvertretende Vorsitzende Dorit Rosnitscheck-von Eicken, Schriftführer Paul Brauner, Rechnungsprüfer Renate Spandel und Ewald Kailberth.

In der Versammlung standen auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Einzige Änderung: Christian Spindler löst Reinhard Bredtmann als Schatzmeister ab. Vorsitzender bleibt Hasreiter, seine Stellvertreter sind weiterhin Dorit Rosnitscheck-von Eicken und Dr. Heli Mendl. Schriftführer bleibt Paul Brauner, Renate Spandel und Ewald Kailberth sind weiterhin Rechnungsprüfer.

Das Vereinsvermögen beläuft sich derzeit auf knapp 70 000 Euro. Bereits bewilligt sind Gelder für eine Fortbildung im Bereich Palliativcare für drei Krankenschwestern, für Demenz-Fortbildungsmaßnahmen für Pflegekräfte und Ärzte sowie für die Fachweiterbildung Pflegekraft.

Nach der Versammlung wurde in der Klinikgalerie die Ausstellung „Malerei“ eröffnet. Bis 30. September zeigen dort Yaya Bela Roth und Volker Witte ihre Werke. me

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